Hausmittel bei Blasenentzündung – Teil 2

Blasenentzündungen sind schmerzhaft und unangenehm. Dennoch muss nicht immer sofort mit der chemischen Keule in Form von Antibiotika reagiert werden.

Dies gilt insbesondere deshalb, weil viele E. coli Bakterien mittlerweile antibiotikaresistent sind. Bei leichteren Verläufen oder unterstützend zur medikamentösen Behandlung können auch Hausmittel gegen die Blasenentzündung eingesetzt werden.

Sitzbäder gegen Blasenentzündungen

Dazu zählen etwa Sitzbäder. Gebadet wird der Bereich zwischen Bauchnabel und mittlerem Oberschenkel. Doch auch ein Vollbad kann genutzt werden, um die Blasenentzündung zu lindern. Der Vorteil beim Sitzbad besteht darin, dass die enthaltenen Wirkstoffe direkt an der erkrankten Körperregion aufgenommen werden können.

Empfehlenswert sind dabei Badezusätze wie Kamille, Natron oder Goldrute. Kamille und Goldrute sagt man entzündungshemmende Wirkungen nach, aber auch antibakterielle. Zugleich sollen sie die Wundheilung fördern. Natron wirkt vor allem antibakteriell, weshalb man es auch innerlich anwenden kann. Wichtig bei Bädern mit Natron ist, dass dieses sich komplett im Wasser auflöst und nicht am Wannenrand absetzt.

Zudem sollte das Badewasser nicht zu heiß und nicht zu kalt sein. Ideal sind Temperaturen zwischen 36 und 40 Grad Celsius. Bei zu heißen Bädern besteht nämlich nicht nur Verbrennungsgefahr, sondern auch der Kreislauf wird unnötig belastet.

Kann Apfelessig gegen Blasenentzündung helfen?

Auch Apfelessig ist ein bewährtes Hausmittel gegen die Blasenentzündung. Es ist ähnlich wie Natron leicht basisch. Obwohl wissenschaftlich bis dato nicht eindeutig geklärt ist, ob die Beeinflussung des pH-Wertes im Urin die Blasenentzündung lindert, wird gerne auf Apfelessig, Natron und Co. gesetzt.

Fakt ist jedoch, dass insbesondere Apfelessig auch noch viele andere gesundheitliche Vorteile nachgesagt werden. So soll es unter anderem antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Für die Behandlung werden ein bis zwei Teelöffel Apfelessig mit 250 Milliliter Wasser vermischt und getrunken. Das Ganze kann bei akuten Beschwerden bis zu dreimal täglich wiederholt werden. Ein Glas Apfelessig in Wasser kann vorbeugend gegen Blasenentzündungen getrunken werden.

Ingwer – scharfe Knolle gegen Blasenentzündung?

Schon lange ist Ingwer für seine positiven Wirkungen auf die allgemeine Gesundheit bekannt. Die Knolle enthält reichlich Eisen, Kalium, Kalzium, Vitamin C, Magnesium, Natrium und Phosphor. Zudem soll Ingwer sowohl antibakteriell, als auch antiviral wirken, so dass er sowohl Bakterien als auch Viren bekämpfen kann.

Für die innere Anwendung eignet sich ein heißer Punsch aus Trauben- oder Holundersaft mit ein bis zwei Esslöffeln verschiedener Gewürze, darunter Ingwer, Zimt, Kardamom, Sternanis oder Gewürznelken.

Ingwer kann aber auch in Form von Wickeln äußerlich gegen die Blasenentzündung eingesetzt werden. Ein bis zwei Esslöffel Ingwerpulver werden dafür auf eine lauwarm durchfeuchtete Kompresse gestreut. Diese Kompresse legt man anschließend auf den unteren Bauch. Die Wärme sollte man für eine halbe Stunde einwirken lassen, bevor man die Reste des Pulvers abwäscht. Im Anschluss sollte die Haut gepflegt und etwa mit Olivenöl eingerieben werden.

Hausmittel bei Blasenentzündung – Teil 1

Blasenentzündungen, auch bekannt als Zystitis, kommen recht häufig vor. Dabei sind die Harnwege entzündet, meist ausgelöst durch Escherichia Coli (E. coli) Bakterien. Diese kommen natürlicherweise im Darm vor, können aber bei Kontakt mit den Harnwegen zu schmerzhaften Infekten führen.

In den meisten Fällen werden Blasenentzündungen medikamentös behandelt. Allerdings gibt es auch Hausmittel, die zumindest bei nur leichten Blasenentzündungen ausprobiert werden können. Häufig werden diese auch unterstützend zur medikamentösen Therapie genutzt. In der Regel verschwindet die Blasenentzündung bei ansonsten gesunden Menschen binnen einer Woche. Der Arzt verschreibt aber gerne Schmerzmittel und bei länger anhaltenden Beschwerden ein Antibiotikum. Um die Heilung zu unterstützen, können Patienten auch selbst einiges tun.

Helfen Tees gegen Blasenentzündung

Grundsätzlich ist es bei einer Blasenentzündung, wie bei fast jeder Krankheit, wichtig, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Wenigstens zwei bis drei Liter pro Tag sollten es sein. Auf diese Weise können die ursächlichen Bakterien aus der Blasenschleimhaut herausgespült werden. Als Faustregel gilt: Je mehr man trinkt, umso höher ist der Druck, mit dem die Bakterien ausgespült werden.

Besonders gute Wirkungen beim Ausspülen erzielen Tees. So gibt es spezielle Nieren- und Blasenteemischungen, die mit Goldrutenkraut, Birken- und Brennnesselblättern daher kommen. Die Inhaltsstoffe in diesen Tees gelten als harntreibend, so dass sie die Bakterien noch schneller ausspülen sollen. Gleichzeitig sagt man ihnen krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaften nach. Aber auch Bärentraubenblätter können hilfreich bei einer Blasenentzündung sein. Diese können als Tee genutzt werden, aber besser noch als Kapseln aus der Apotheke. Ihnen sagt man eine antibakterielle Wirkung nach. Wacholder und Schachtelhalm, Tausendgüldenkraut, Liebstöckel und Rosmarin sind weitere mögliche Zutaten für Tees bei Blasenentzündungen. Pro Tag sollten aber wenigstens vier bis fünf Tassen dieser Tees getrunken werden.

Wie wirken Cranberrys bei Blasenentzündungen?

Ein bekanntes Hausmittel bei Blasenentzündungen sind Cranberrys. Die auch als Großfrüchtige Moosbeere bekannte Beere wird seit langem bei Blasenentzündungen eingesetzt. Sie soll unter anderem ein saures Milieu an der Schleimhautoberfläche der Harnblase bilden. Dadurch wird es den E. coli Bakterien erschwert, an der Harnblase haften zu bleiben, was die Ausscheidung über den Urin erleichtert.

Gleichzeitig sagt man Cranberrys entzündungshemmende Wirkungen nach, vor allem aufgrund des enthaltenen Wirkstoffs Proanthocyanidin. Darüber hinaus enthalten die Beeren Flavonoide, die bei der Wasserausscheidung helfen und Polyphenole, die die körpereigenen Abwehrkräfte stärken.

Manch einer geht auch davon aus, dass der regelmäßige Konsum von Cranberrys Blasenentzündungen vorbeugen kann. Alternativ zu Cranberrys mit ihrem doch sehr eigenen Geschmack, können auch Preisel- oder Heidelbeeren verzehrt werden, denn auch diese enthalten Proanthocyanidin.

Wärme gegen Blasenentzündungen

Wie bei fast allen schmerzhaften Beschwerden im Bauchraum kann auch bei der Blasenentzündung Wärme helfen. Zum einen regt sie die Durchblutung an, was das Immunsystem stärkt, wodurch die Keime besser abgewehrt werden können. Zum anderen entspannt Wärme die krampfende Muskulatur, was die Schmerzen lindert.

Warme Kleidung und Decken sind daher bei einer Blasenentzündung unverzichtbar. Aber auch Kirschkernkissen oder Wärmflaschen können helfen. Heiße Wärmflaschen sollten allerdings in ein Handtuch eingewickelt werden, bevor man sie auf die nackte Haut auflegt. Sonst drohen Verbrennungsgefahren.

Wie kann Backpulver eine Blasenentzündung bekämpfen?

Zu den althergebrachten Hausmitteln gegen die Blasenentzündung zählt auch Backpulver. Es dient als Notfallmaßnahme, wobei es vor allem auf das darin enthaltene Natron ankommt. Die meisten Bakterien fühlen sich unwohl in einem basischen Milieu, Natron hat aber einen alkalischen pH-Wert. Gleichzeitig neutralisiert Natron die Säure im Urin, was die Schmerzen beim Wasserlassen lindern soll.

Backpulver bzw. Natron können gegen die Blasenentzündung innerlich angewendet werden: Dafür nimmt man es mit Wasser ein. Aber auch die äußerliche Anwendung in Form eines Sitzbades ist möglich. Für die innerliche Anwendung sollte man für höchstens drei Tage zwei Mal täglich eine Messerspitze Backpulver in einem großen Glas Wasser auflösen und trinken. Eine längere Anwendung ist kontraproduktiv, da damit das Wachstum anderer Bakterienstämme gefördert und der eigene Säure-Basen-Haushalt gestört werden.

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