Medikamentöse Behandlung von Schlafstörungen

Die Behandlung von Schlafstörungen erfolgt in sehr vielen Fällen mit Hilfe von Medikamenten. Allerdings sollten sich Patienten bewusst machen, dass die Medikamente nicht die Schlafstörung an sich heilen, sondern lediglich die Symptome unterdrücken. Dabei gilt außerdem, dass die Symptome oft nur kurzfristig unterdrückt werden und nach längerer Einnahme wieder auftreten können. Sinnvoll kann die Therapie mit Medikamenten aber dennoch in einigen Fällen sein.

Stressbedingte akute Schlafstörungen

Bei Schlafstörungen, die durch Stress ausgelöst werden und den Patienten erheblich in seiner Lebensqualität beeinflussen, kann die Einnahme von Medikamenten eine sinnvolle Therapie sein. In diesen Fällen wird der Schlaf schnell verbessert, die zusätzliche Belastung fällt vom Patienten ab.

Die Behandlung sollte jedoch nur über wenige Wochen durchgeführt werden. Ebenfalls ist der Betroffene darauf vorzubereiten, dass in den ersten Tagen nach Absetzen der Schlafmittel eine Verschlechterung des Schlafes zu erwarten ist. Unterstützend wirken oft nichtmedikamentöse Behandlungen, die gegen Ende der Schlafmitteltherapie begonnen werden.

Chronische Schlafstörungen

Liegen dagegen chronische Schlafstörungen mit einer Verselbstständigung vor, sollten Medikamente nur in Verbindung mit nichtmedikamentösen Therapien eingesetzt werden. Andernfalls kann es schnell zu weiteren Verschlechterungen kommen.

Bei chronischen Schlafstörungen, die aufgrund einer Erkrankung entstanden sind, können Schlafmittel unterstützend wirken. Sobald jedoch die Erkrankung an sich zurückgeht, sollte auch die Therapie mit Schlafmitteln wieder abgebaut werden.

Chronische Schlafstörungen, die schon seit Jahren mit Schlafmitteln behandelt werden, können mitunter erneut akut auftreten. Grund dafür ist eine Resistenz gegen die Wirkstoffe in den Schlafmitteln. Hierbei gilt, dass eine neue Diagnostik und Behandlung eingeleitet werden sollte.

In diesen Fällen sollten Sie auf Schlafmittel verzichten

Schlafmittel sind natürlich auch mit einigen Nebenwirkungen versehen. Zudem kann es bestimmte Fälle geben, in denen Schlafmittel generell ungeeignet sind. Dies gilt beispielsweise bei Atmungsstörungen im Schlaf, die durch Schlafmittel noch verstärkt werden können.

Auch bei einer in der Vergangenheit liegenden Suchterkrankung sollte auf Schlafmittel verzichtet werden, da sonst die Gefahr einer erneuten Abhängigkeit besteht. Ebenfalls ist bei älteren Patienten zu beachten, dass Schlafmittel eine muskelentspannende Wirkung aufweisen. Diese kann dazu führen, dass es leichter zu Stürzen kommt.

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