Sollen auch Privatpatienten künftig solidarisch werden?

Die Defizite in den Krankenkassen wachsen stetig an. Mittlerweile geht man für das kommende Jahr von elf Milliarden Euro Defizit aus. Die SPD fordert deshalb, auch die privat Versicherten auf, sich an einem Gemeinschaftsbeitrag zu beteiligen. Durch eine solche Einzahlung in den Gesundheitsfonds würde der Wechsel in die private Krankenversicherung weniger attraktiv werden.

Der Politiker Lauterbach fordert gar eine monatliche Kopfpauschale von 20 Euro für alle Bürger. Diese Zusatzbeiträge müssten dann auch von den privat Versicherten getragen werden, die sich so wieder in die solidarische Gemeinschaft eingliedern müssten. Dadurch könnten die Krankenkassen um drei bis vier Milliarden Euro entlastet werden.

Die bisherigen Sparmaßnahmen, wie ein Sparpaket für Arzneimittelausgaben könnten zudem verschärft werden. Außerdem fordert der GKV-Spitzenverband, Nullrunden für Ärzte und Krankenhäuser zu beschließen. Andernfalls würden die Kosten im Gesundheitswesen immer weiter steigen und die Versicherten seien die einzigen, die zahlen müssten.

Obwohl die meisten der vorgeschlagenen Sparmaßnahmen auf die kleinen und mittleren Einkommen abzielen, wird derzeit heftig diskutiert, inwiefern sich ein solidarischer Zusatzbeitrag für privat Versicherte auswirken könnte. Diese fürchten nämlich um ihre Privilegien.

2 thoughts on “Sollen auch Privatpatienten künftig solidarisch werden?

  • 27. Juni 2010 at 15:03
    Permalink

    Warum auch nicht. Allerdings halte ich persönlich nicht viel von Privatkrankenkassen.

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