Vorbereitungen für eine Kreuzfahrt im Mittelmeer

Zahlreiche Vorbereitungen werden für jeden Urlaub getroffen und wer auf den Geschmack von Kreuzfahrten gekommen ist, bereitet sich in der Regel darauf besonders vor. So werden dabei unter anderem die Fahrtroute, das Programm an Bord und Ausflüge näher betrachtet. Die gesundheitlichen Risiken bei einem Kreuzfahrturlaub hingegen treten meistens in den Hintergrund.

Gesundheitsproblemen auf einer Kreuzfahrt vorbeugen

 

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Flickr, BY ©BBM Explorer

Gesundheitliche Risiken bestehen nicht nur für Menschen mit einer Vorerkrankung, die sich speziell vorbereiten müssen. Am meisten werden Grippe- und Durchfallerkrankungen bei einer Kreuzfahrt im Mittelmeer befürchtet. Diesbezügliche Erreger werden oftmals von neu zusteigenden Mitreisenden oder Landgängern mit an Bord gebracht und verbreiten sich rasant, so beispielsweise das Norovirus, das besonders ansteckend ist. Aus diesem Grund sollte ein vermehrtes Augenmerk auf die Hygiene gerichtet werden. An erster Stelle steht hierbei das gründliche Händewaschen, und das, nicht nur vor dem Essen. Vor allen Dingen sollten bei Landausflügen in tropischen Ländern die Infektionsgefahren durch Nahrungsmittel vermindert werden.

Ärztliche Versorgung bei Kreuzfahrten

Die ärztliche Versorgung bei Kreuzfahrten ist gesetzlich geregelt, international gilt hier, dass ab 100 Reisenden auf einem Passagierschiff ein Schiffsarzt mit an Bord ist. Fahren Schiffe unter deutscher Flagge, so ist hier bereits ab 75 Passagieren vorgeschrieben, dass ein Schiffsarzt mitreist. Bei den großen Kreuzfahrtschiffen, die 800 Passagiere oder noch mehr befördern, müssen sogar zwei Schiffsärzte mit reisen.

Die Schiffsärzte müssen ein breites Spektrum von medizinischen Fähigkeiten und Kenntnissen aufweisen. Insbesondere müssen sie über die Fähigkeit verfügen, medizinische Notfälle auf dem Schiff über einen längeren Zeitraum zu behandeln. Nicht immer können die Patienten mit einem Helikopter notfalls evakuiert werden. Oftmals sind die Entfernungen zur nächsten Klinik an Land einfach zu groß, um eine Notevakuierung mit einem Helikopter vorzunehmen.

Auf den größeren Kreuzfahrtschiffen gibt es sowohl ein Bordhospital, wie auch medizinisches Assistenzpersonal.

Das Bordhospital verfügt standardmäßig unter anderem über ein

  • kleines Labor,
  • Ultraschall,
  • EKG,
  • Sterilisationsgerät und
  • Röntgen.

Einige Schiffe sind sogar mit Intensivbetten und einem Operationsraum ausgestattet. Eine Vielzahl der großen Reedereien für Kreuzfahrten legen ein besonderes Augenmerk auf die Gesundheitsversorgung an Bord, denn damit können sie gleichzeitig Haftungsklagen abwenden.

Worauf vor der Kreuzfahrt zu achten ist

Bevor es auf große Fahrt geht, ist der eigene Impfstatus zu überprüfen. Bei Bedarf können somit im Vorfeld Impfungen nachgeholt oder aufgefrischt werden. Zu den Grundimpfungen zählen

  • Masern,
  • Polio,
  • Keuchhusten,
  • Diphterie und
  • Tetanus.

Führt die Kreuzfahrt ins Ausland und ist mit Landgängen verbunden, sind Impfungen gegen

•    Influenza (Grippe),
•    Typhus sowie
•    Hepatitis A und B

zu empfehlen. Insbesondere wenn Kreuzfahrten in exotischere Regionen führen, ist eine persönliche Beratung von Ärzten sinnvoll, die reisemedizinisch fortgebildet sind. Zwar muss eine solche Beratung aus eigener Tasche gezahlt werden, doch werden von einigen GKVs die Kosten für Reiseimpfungen erstattet, hier sollte bei der eigenen Krankenkasse nachgefragt werden.

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