Milchschorf bei Babys

Oftmals entsteht bei Babys auf der Kopfhaut ein Ausschlag, der mit Schuppen und Krusten daher kommt. Dieser Ausschlag wird als Milchschorf bezeichnet, doch kommt es auch häufig zu Verwechslungen mit dem harmloseren Kopfgneis.

Wann Milchschorf auftritt und wie er beschaffen ist

Meistens tritt Milchschorf bei Säuglingen im Alter von drei bis sechs Monaten zum ersten Mal auf. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, so kann sich der Ausschlag bereits früher entwickeln. In diesen Fällen handelt es sich dann nicht um Milchschorf, sondern um Kopfgneis, auch als seborrhoisches Ekzem bekannt, oder andere Hautkrankheiten. Kann keine eindeutige Bestimmung für die Ursache des Ekzems erfolgen, so ist hierbei die Rede von einem Eczema infantum. Bei Säuglingen mit Milchschorf entwickeln sich jedoch im Verlauf typische Symptome, die auf eine beginnende Neurodermitis hinweisen, dem atopischen Ekzem.

Etwas irreführend ist der Begriff Milchschorf, was auf die verkrusteten Stellen im Gesicht und auf der Kopfhaut des Babys zurückzuführen ist. Ebenfalls kann sich Milchschorf hinter den Ohren, auf Armen oder Beinen ausbreiten. Diese Verkrustungen weisen eine große Ähnlichkeit mit angebrannter Milch auf. Typische Symptome des Ausschlags sind

  • Entzündungen,
  • Rötungen und
  • starker Juckreiz

der betroffenen Partien. Dadurch kann es wiederum bei Babys zu einem

  •  vermehrten Quengeln,
  • unruhigem Schlaf und
  • einer ständigen Unruhe

kommen. Frisch gebackene Eltern sind oftmals sehr verunsichert, wenn ihr Baby plötzlich von einem Ausschlag betroffen ist, sie erhalten weitere Informationen bei Netdoktor.de und können so bereits einiges Wissenswertes in dieser Richtung erfahren.

Milchschorf behandeln, aber nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt

Auch wenn sich Eltern viel anlesen können im Internet über Milchschorf und Co., sollte der Kinderarzt konsultiert werden. Er wird die Diagnose stellen ob es sich um Kopfgneis, Milchschorf oder doch um eine vollkommen andere Krankheit handelt. Gemeinsam mit dem Kinderarzt sollten Eltern die Therapie besprechen, die zum Abklingen des Ausschlags führt.

Damit dem Juckreiz Einhalt geboten wird, empfiehlt sich eine fettfeuchte Pflege, die beispielsweise mit einer Fettcreme und einem Teeumschlag umgesetzt werden kann. Damit können gleichzeitig die Schuppen gelöst werden. Ist die zarte Babyhaut jedoch mit Pilzen und Bakterien infiziert, so dass die Haut bereits nässt und entzündet ist, wird der Kinderarzt desinfizierende Gel- und Cremezubereitungen verordnen. Nur äußerst selten und bei besonders schweren Fällen kann auch eine antientzündliche Therapie mit Steroiden eingesetzt werden.

Tipps gegen Juckreiz und Entzündungen

Damit sich die betroffenen Hautpartien nicht entzünden, sollten dem Baby in der Nacht dünne Fäustlinge aus Baumwolle über die Hände gestreift werden. Stets sollten die Fingernägel kurz gehalten werden, damit sich die Babys nicht kratzen können und es so zu Verletzungen der Haut kommt, die sich leicht entzünden können. Ebenfalls sollte eine Überhitzung der Säuglinge vermieden werden. Statt Babys mit Milchschorf zu baden, sollten sie besser abgeduscht werden, damit die Haut nicht austrocknet.

Auch Eltern sollten nicht versuchen die Schuppen mit den Fingernägeln wegzukratzen. Besser ist es, mit Babyöl die betroffene Hautstelle zu massieren und das Öl über einige Stunden einwirken zu lassen. In der Apotheke finden sich hierfür die geeigneten Produkte. Mit einem weichen Lappen werden die Schuppen anschließend von der Haut vorsichtig entfernt.

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