Inkontinenz nach Schlaganfall ist nicht auszuschließen

Die Experten berichten immer wieder darüber, dass Inkontinenz nach einem Schlaganfall unterschätzt wird. Dabei leidet jeder zweite Schlaganfall-Patient unter dieser Schwäche. 2.000 Betroffene eines Schlaganfalls wurden bei einer Studie beobachtet und das traurige Ergebnis ist, dass ungefähr ein Drittel der Patienten nach sieben Jahren noch immer an Inkontinenz nach einem Schlaganfall leiden. Dabei kommt es zu einem plötzlich auftretenden Harndrang oder sie sind noch immer von der Harninkontinenz betroffen. Nach einem Schlaganfall leidet fast jeder zweite Mensch zumindest an einer kurzfristigen Inkontinenz.

Schlagartige Veränderung des Lebens

Nicht nur das Leben der Betroffenen ändert sich damit schlagartig, sondern genauso das der Angehörigen, die sich auf die neue Situation einstellen müssen. Auf die gut gemeinten hilfreichen Angebote reagieren die Patienten häufig ungehalten und schroff. Dann werden die Angehörigen auf eine harte Geduldsprobe gestellt und sie wissen auch nicht so recht, wie sie das unangenehme Thema ansprechen sollen. Sie wissen nicht, was sie unternehmen sollen, wenn der Harndrang oder der –verlust oder sogar eine Stuhlinkontinenz plötzlich auftritt.

Ist der Betroffene noch ans Bett gefesselt und stark inkontinent, dann werden die dementsprechenden ableitenden Hilfsmittel vom behandelnden Arzt oder dem medizinischen Pflegepersonal verordnet. Hat der Patient hingegen wieder seine Mobilität zurück erlangt und hat nur noch wenige Probleme mit der Inkontinenz nach einem Schlaganfall, dann bekommt er nicht mehr viele Lösungen von seinem Hausarzt angeboten. Hier müssen sich die Betroffenen selbst versorgen.

Hilfsmittel gegen Inkontinenz nach Schlaganfall

Bewährt haben sich dabei Hilfsmittel gegen die Inkontinenz nach einem Schlaganfall, wie unter anderem geeignete Vorlagen und die Inkontinenzslips. Sogar Unterwäsche gegen Inkontinenz gibt es heute, die ganz bestimmte Merkmale aufweist und somit das Wohlbefinden des Betroffenen gewährleistet. Diese Unterwäsche ist keinesfalls unbequem und auch nicht unansehnlich, wie viele Menschen vielleicht denken. Heute kommen die Inkontinenzslips in modernen Designs und Trends daher. Wie ganz normale Unterwäsche sehen diese aus und sind vor allen Dingen auf die Anatomie des Menschen abgestimmt.

Erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall bei Diabetes

Menschen, die von Diabetes betroffen sind, haben ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Sie sind danach noch stärker von einer Inkontinenz bedroht. Besonders wichtig ist es bei diesen Patienten, dass sie schnellstmöglich wieder die Ausscheidungen selbst kontrollieren können. In der Übergangsphase können sie Windeln tragen, doch empfohlen werden die Inkontinenz-Sicherheitsslips, die gewaschen werden können. Damit erhält der Patient eine bessere Motivation, um wieder seine Blase beherrschen zu lernen. Natürlich müssen dafür viel Ausdauer und Geduld aufgebracht werden.

Hautschutz und Hautpflege bei Inkontinenz nach Schlaganfall

Ein besonderes Augenmerk ist bei Inkontinenz nach einem Schlaganfall auf den Hautschutz und die Hautpflege zu legen. Die mit Flüssigkeit in Kontakt gekommenen Hautbereiche werden am besten mit einer Schutzcreme gepflegt. Damit sollen schwerwiegende Hautinfektionen vermieden werden, die ansonsten durch die Körperausscheidungen auf der Haut entstehen würden. Für das tägliche Waschen der betroffenen Hautregionen sollten nur geeignete Waschsubstanzen gewählt werden, die frei von Seife sind und mit denen die Haut mild gepflegt wird.

 

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