Die Atemtherapie Teil 1: Allgemeines

Die Atemtherapie soll Menschen helfen, ihren Stress abzubauen und sich selbst wieder bewusster wahrzunehmen. Dafür bedarf es eines intensiven Atmens. Welche Formen der Atemtherapie es gibt, welche Wirkungen diese haben und vieles mehr, wollen wir in einer kleinen Serie darstellen. Beginnen wir mit den Grundlagen der Atemtherapie, die einst von Ilse Middendorf entwickelt und als „Atemgespräch“ bezeichnet wurde. Ziel ist es, mehr Energie beim Atmen zu erlangen, mehr Vitalität durch das bewusste Atmen zu erhalten.

Die Atemtherapie

Kaum zu glauben, aber wahr: Es gibt geschulte Atemtherapeuten. Diese führen die Atemtherapie durch. Es wird in der Regel kein Wort gewechselt, dafür beeinflusst der Atemtherapeut den Atem des Patienten, indem er Punkte berührt, die die Atmung beeinflussen können. Durch die einfachen Berührungen spürt der Therapeut den Atemrhythmus und kann diesen mit gezielten Massagen, Dehnungen oder Streichungen beeinflussen.

Auf diese Art und Weise lernt der Patient das bewusste Atmen, dennoch kontrolliert er seinen Atem nicht, sondern lässt das Atmen an sich einfach geschehen. Die Atemtherapie kann damit sehr entspannend wirken und befreit von Stress, Sorgen oder Blockaden.

Die Wirkungsweise

Durch die Atemtherapie wird das Atemvolumen vergrößert. Patienten finden in der Atemtherapie zurück zu ihrem eigentlichen Atemrhythmus und somit auch zurück zum eigenen Selbst. Durch den kräftigen Atem können mehr Energie und Lebensfreude gewonnen werden. Außerdem werden die Gefühle und Gedanken wieder vermehrt wahrgenommen. Die Körperspannung steigt automatisch.

Bei Atembeschwerden konnte die Atemtherapie mitunter gute Erfolge erzielen, aber nicht nur in diesem Bereich wird sie heute eingesetzt. Vielmehr kommt die Atemtherapie auch dann zur Anwendung, wenn es gilt, Angst- und Panikattacken, Schmerzen, Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Beschwerden zu lindern. Sprachstörungen können mit der Atemtherapie ebenfalls verringert werden und das Selbstbewusstsein wird, als positiver Nebeneffekt, genauso gestärkt.

Atemtherapie nicht immer sinnvoll

Die Atemtherapie ist nur dann sinnvoll, wenn sie von einem speziell ausgebildeten Atemtherapeuten durchgeführt wird. Bei Atemwegserkrankungen, wie Asthma, kann die Atemtherapie auch ärztlich verordnet werden. Einige Krankenkassen tragen sogar die Kosten, hier sollten Sie sich jedoch vorher informieren.

Außerdem sollte die Atemtherapie nicht als alleinige Therapie bei schweren Erkrankungen durchgeführt werden. Hier ist vielmehr auf eine begleitende Atemtherapie zu setzen. Diese sollte in Absprache zwischen Arzt, Psychologe oder anderen behandelnden Personen durchgeführt werden. Denn bisher sind noch keine genauen Aussagen über die Wirkungskraft der Atemtherapie möglich.

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