Schwindel durch Nackenverspannung – gibt es das?

Schwindelgefühle sind alles andere als angenehm. Da stellt sich schnell die Frage, was man gegen diese tun kann und woher sie kommen. Häufig tritt ein Schwindel durch Nackenverspannung auf. Aber auch andere Verspannungen können das Schwindelgefühl begünstigen. So können Verspannungen im Kiefer, in den Beinen, im Rücken und sogar überstrapazierte Augen zum Schwindelgefühl führen. Schwindelgefühle treten dabei in verschiedenen Formen, etwa als Dreh- oder Schwankschwindel, auf. Sie können sich auf einen Unfall, ein Schleudertrauma oder eben die verspannte Nackenmuskulatur zurückführen lassen. Damit gehört der Schwindel zu den sehr häufigen Symptomen, bei denen aber nur in weniger als der Hälfte der Fälle eine körperliche Ursache gefunden wird.

Vielfach müssen Patienten eine wahre Reise durch die Arztpraxen unternehmen, um die Ursache ihrer Schwindelanfälle zu finden. Dabei zeigt sich, dass die körperlichen Ursachen oft vorhanden sind, nur eben häufig nicht da, wo man sie vermuten würde.

So zeigt sich das Schwindelgefühl

Das Schwindelgefühl kann sich auf verschiedene Arten zeigen. Damit ist der vertigo, wie der Schwindel in Medizinerkreisen heißt, so vielfältig, wie das Schmerzempfinden. Schwindelgefühle können das Gefühl vermitteln, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können, Schlagseite zu erleiden, wie auf Watte zu gehen oder sich bewegende, kreisende Bilder zu sehen. Je nach Patient kann das Schwindelgefühl sehr individuell wahrgenommen werden, einige dieser Gefühle lassen sich zudem kaum treffend beschreiben.

Arten von Schwindel

Der Schwindel lässt sich zudem in verschiedene Arten untergliedern. Grund dafür sind die vielen Muskeln und Partien im Bindegewebe, die für das Halten des Gleichgewichts mit verantwortlich sind. Dadurch entstehen unzählige Störmöglichkeiten und damit einhergehend auch verschiedene Schwindelarten. Zu ihnen zählen

  • Drehschwindel,
  • Schwankschwindel,
  • Benommenheits-Schwindel und
  • Hyperventilations-Schwindel.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die einzelnen Schwindel auch in Kombination auftreten können, die Übergänge sind oft fließend und lassen sich nicht so einfach feststellen. Außerdem gibt es individuelle Schwindelarten, die in dieser Kategorisierung gar nicht mit erfasst werden können.

Entstehung von Schwindelgefühlen

Die Schwindelgefühle können durch organische Ursachen, wie Veränderungen im Gehirn, Stoffwechselerkrankungen oder Störungen im Herz-Kreislauf-System, entstehen. Bei akut einsetzendem Schwindel sollten zunächst diese organischen Ursachen abgeklärt werden. Sollten solche Ursachen nicht festgestellt werden können und der Schwindel wird chronisch, kann es sinnvoll sein, an Verspannungen im Bindegewebe und in der Muskulatur zu denken, die sehr häufige Auslöser des Schwindels sind.

Diese Dauerkontraktionen in den Muskeln lassen sich oft nicht mehr bewusst lösen, selbst Massagen versprechen häufig nur kurzfristige Hilfe. Nackenverspannungen treten dabei am häufigsten auf. Aber auch Dauerkontraktionen in den Augen, der oberen Schultermuskulatur, an den Fußsohlen, Beinen oder dem Kopf können zum anhaltenden Schwindel führen.

In der Schulmedizin geht man davon aus, dass Schwindelgefühle durch Störungen im Gleichgewichtsorgan oder in den Gleichgewichtsnerven im Innenohr entstehen. Gerade die Störungen im Innenohr lassen sich aber häufig auch auf Verspannungen in der Kiefer- und Kopfmuskulatur zurückführen.

Viele Mediziner gehen davon aus, dass der Schwindel auf eine psychische Ursache zurückzuführen ist, wenn sich keine organischen Ursachen finden lassen. Fakt ist, dass sich Schwindelgefühle unter Dauerstress und Belastungen verstärken können. Doch gehen Experten davon aus, dass es sich beim Schwindel eben nicht um eine psychische Störung handelt.

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