Latenter Diabetes mellitus – Sonderform des Diabetes mellitus Typ I

Latenter Diabetes mellitus ist eine Sonderform vom Diabetes mellitus Typ I, der auch kurz unter LADA-Diabetes bekannt ist. Dabei steht LADA-Diabetes für Latent Autoimmune Diabetes of Adults. Beim latenten Diabetes mellitus handelt es sich um eine neu erkannte Art des Diabetes mellitus und sie wird dem Typ I Diabetes zugeordnet.

Wann ein latenter Diabetes mellitus auftreten kann

Betroffene eines latenten Diabetes mellitus sind meistens zwischen 25 und 40 Jahre alt. Die Behandlung dieser Art der Diabetes kann über mehrere Monate oder sogar Jahre mit einer Diät oder auch Tabletten erfolgen. Mit dieser Behandlungsform lassen sich bei vielen Patienten die Blutzucker- und HbA1c-Werte auf ein normales Level einstellen. Latenter Diabetes mellitus kommt ansonsten mit den bekannten Merkmalen eines Typ I Diabetes daher.  Dabei lassen sich Antikörper im Blut nachweisen, die für die Zerstörung der Zellen der Bauchspeicheldrüse verantwortlich sind, die Insulin produzieren.

Welche Antikörper beim latenten Diabetes mellitus nachweisbar sind

Beim latenten Diabetes mellitus sind vor allen Dingen vier Arten von Antikörpern nachweisbar. Um folgende Antikörper handelt es sich dabei:

  • ICA, die Inselzellen-Antikörper
  • GADA oder GAD 65
  • IA-2
  • IAA, Insulin-Autoantikörper

Direkt gegen die Inselzellen wirken die ICA, die zytoplasmatischen Antikörper. GADA oder GAD 65 hingegen sind Antikörper, die sich gegen das Enzym Glutaminsäure-Decarboxylase zur Wehr setzen. Auf das Enzym Tyrosinphosphatase wirken sich dagegen die Antikörper IA-2 aus. Der Insulin-Autoantikörper wirkt gegen das Insulin selbst.

Die genannten Antikörper können sowohl allein, wie auch in Verbindung als Ausdruck der überschießenden Immunreaktion auftreten.

Therapie des latenten Diabetes mellitus

Beim latenten Diabetes mellitus erfolgt die Therapie nach der Blutzuckerhöhe und weiteren Zielen diesbezüglich, das können unter anderem

  • Störungen des Fettstoffwechsels und
  • hoher Blutdruck sein.

Unterschiede zu anderen Diabetesarten finden sich dabei nicht.

Wird ein latenter Diabetes mellitus diagnostiziert, sollten die Patienten dahingehend informiert werden, dass es im Laufe der Diabetestherapie notwendig werden kann, sie auf Insulin umzustellen. Wird frühzeitig mit der Insulingabe begonnen, so kann damit verzögert werden, dass die ß-Zellen der Bauchspeicheldrüse untergehen. Beim Typ I Diabetes konnte das bereits in klinischen Studien nachgewiesen werden, in der Therapie wird es als „Honeymoon-Periode“ bezeichnet. Für einen gewissen Zeitraum haben schon zahlreiche Patienten nach der initialen Therapie mit Insulin bemerkt, dass mit einem niedrigen Insulinbedarf ihr Stoffwechsel stabil eingestellt war. Dieser Zeitraum kann von wenigen Wochen bis Monaten reichen und scheinbar kann teilweise für kurze Zeit sogar komplett auf Insulin verzichtet werden. Ist der Verlauf des Stoffwechsels günstig, so können Patienten des latenten Diabetes mellitus intensiv in der Diabetestherapie geschult werden.

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