Für wen, wann und wie oft die HPV Impfung sinnvoll ist

Bereits ab neun Jahren ist die HPV Impfung sinnvoll für Mädchen und junge Frauen. Dabei kann man sich zwischen einem Zweifach- und Vierfach-Impfstoff entscheiden bzw. Jugendliche ab neun Jahren für den Vierfach-Impfstoff.

Die HPV Impfung erfolgt optimalerweise, bevor mit der sexuellen Aktivität begonnen wird bzw. bis ungefähr zum zwölften Lebensjahr. Für die frühzeitige Impfung kommen gleich zwei Gründe zum Tragen. Zum Einen liegt bis zu dieser Zeit meistens noch keine HPV Infektion vor und zum Anderen ist bei noch jungen Menschen die Wirksamkeit des Impfstoffes noch am höchsten. Doch nicht nur in jungen Jahren wird die Impfung empfohlen, sondern ebenso im Erwachsenenalter, das wird auch nicht von sexuellen Kontakten abhängig gemacht. Bis zum 45. Lebensjahr konnte die gute Wirksamkeit der Impfung bereits nachgewiesen werden.

Aus folgenden drei Teilen setzt sich eine komplette HPV Impfung zusammen, die jeweils in den Oberarm injiziert wird:

  1. Als erstes erfolgt die Teilimpfung.
  2. Der Zweifach-Impfstoff wird nach einem Monat als Teilimpfung verabreicht bzw. der Vierfach-Impfstoff nach zwei Monaten.
  3. Nach der ersten Teilimpfung erfolgt nach sechs Monaten eine weitere Teilimpfung.

Es sprechen aber auch einige Gründe dagegen, wann eine HPV Impfung nicht sinnvoll ist, die natürlich nicht verschwiegen werden sollen. Besteht eine schwere entzündliche Erkrankung oder liegt hohes Fieber vor, das die 38 Grad Celsius-Marke übersteigt, sollte die Verschiebung der Impfung mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Werden Medikamente eingenommen, die eine Hemmung des Immunsystems hervorrufen oder ist dieses erkrankt, sollte das mit dem behandelnden Arzt vor der Impfung abgesprochen werden. Auch während der Schwangerschaft sollte die Impfung nicht erfolgen. Jedoch brauchen sich Schwangere laut Experten keine Gedanken zu machen, sollten sie geimpft worden sein, ohne zu wissen, dass sie schwanger sind, denn es handelt sich nicht um einen Lebendimpfstoff, so dass keine Gefahr für das Ungeborene besteht. Nach der Geburt kann die Serie der Impfung fortgesetzt werden.

Keinesfalls ist die HPV Impfung sinnvoll, um damit Gebärmutterhalskrebs oder dessen Vorstufen zu behandeln. Es handelt sich hierbei um eine vorbeugende Impfung.

Mögliche Nebenwirkungen der HPV Impfung

Zwar ist die HPV Impfung sinnvoll, doch können genauso hier einige Nebenwirkungen auftreten. So können unter anderem an der Einstichstelle

  • Schwellungen,
  • Rötungen,
  • leichte Schmerzen oder
  • lokale Reaktionen

auftreten. In seltenen Fällen kann ebenso Fieber hinzu kommen. In der Regel halten die Reaktionen jedoch nicht lange an und sind bereits nach einigen Tagen wieder abgeklungen ohne weitere Folgen.

Auch wenn eine HPV Impfung durchgeführt wurde, sollte jede Frau einmal im Jahr einen Krebsabstrich machen lassen. Zwar bietet die Impfung Schutz vor den am häufigsten auftretenden HP-Viren, doch nicht vor einigen der seltener vorkommenden HP-Viren, die gleichermaßen Gebärmutterhalskrebs hervorrufen. Zwar kann mit dem Abstrich die Krebsvorstufe nicht verhindert, aber frühzeitig erkannt werden, bevor diese sich zu einer echten Krebserkrankung entwickelt.

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