Therapie der Depression: Wirkungsweise der Medikamente

Die verschiedenen Medikamente, die bei der Therapieform der Pharmakotherapie eingesetzt werden, können auch auf unterschiedliche Weise wirken. Bei einer Variante der Medikamente wirken diese so, dass die betreffenden Nervenbotenstoffe von der Senderzelle nicht wieder aufgenommen werden können. Sie bleiben somit im Nervenspalt und können dort ihre Aufgaben erledigen. Im Fachjargon werden diese Medikamente auch als Wiederaufnahme-Hemmer bezeichnet.

Die zweite Variante besteht darin, dass ein Enzym blockiert wird. Dieses Enzym sorgt im Normalfall für den Abbau des Nervenbotenstoffs, wenn dieser von einer Zelle zur anderen übertragen wird. Durch die Verringerung des natürlichen Abbaus der Stoffe wird gewährleistet, dass ausreichend Nervenbotenstoffe übrig bleiben, um die Vorgänge im Gehirn zu steuern. Diese Medikamentengruppe wird deshalb auch als MAO bezeichnet. Das Ganze steht als Kürzel für Monoaminooxidase-Hemmer.

Antidepressiva der ersten und zweiten Generation

Bei den Antidepressiva unterscheiden die Ärzte zwischen der ersten und zweiten Generation. Unter den Antidepressiva der ersten Generation sind jene Tabletten zu verstehen, die bereits seit längerem auf dem Markt sind. Die Wirkstoffe bringen allerdings zahlreiche, unerwünschte Nebenwirkungen mit sich. Häufig werden sie auch als trizyklische Antidepressiva bezeichnet.

Die Antidepressiva der zweiten Generation zählen zu den modernen Medikamenten gegen die Depression. Sie wirken genauso gut, wie die der ersten Generation, haben allerdings den Vorteil, dass sie von den meisten Patienten besser vertragen werden. Regulär sind in den Medikamenten gegen Depressionen der zweiten Generation keine Wirkstoffe enthalten, die eine sedierende, also beruhigende Wirkung haben. Deshalb müssen sie bei unruhigen und ängstlichen Patienten mitunter mit anderen Medikamenten, wie den Tranquilizern oder eine Neuroleptikum mit dämpfender Wirkung kombiniert werden. Sehr neuartige Mittel der Antidepressiva können jedoch sogar Ängste lösen und beruhigende Wirkungen mit sich bringen, sie werden allerdings noch nicht allzu häufig eingesetzt.

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