Depressionen und die Parkinson-Krankheit

Die Parkinson-Krankheit gehört zu den Leiden, die im Gehirn beginnen. Sie zeichnet sich durch steife Muskeln und heftiges Zittern ebenso aus, wie durch unkontrollierte Zuckungen, einen monotonen Gesichtsausdruck und vieles mehr. Durch diese Symptome verlieren die betroffenen Patienten an Lebenslust, häufig stellt sich auch eine Depression ein, die wiederum sogar als eines der ersten Anzeichen für die Parkinson-Krankheit gilt. Allerdings wurde dies erst in den letzten Jahren bekannt.

Die Parkinson-Krankheit selbst ist mittlerweile recht gut erforscht. So wissen die Experten, dass sie im Gehirn beginnt, und zwar in der schwarzen Substanz, die unter Medizinern auch als Substantia nigra bekannt ist. In dieser Region des Hirns wird unter anderem Dopamin hergestellt, ein Botenstoff, der bei Patienten, die an der Parkinson-Krankheit leiden, nicht ausreichend hergestellt wird. Dopamin ist dabei für die Kontrolle der Aktivität der Nervenzellen verantwortlich. Durch den fehlenden Botenstoff können die Nervenzellen nicht mehr kontrolliert werden, ebenso wie Körperbewegungen. Allerdings deuten diese, die als typisches Anzeichen der Parkinson-Krankheit gelten, auf eine bereits fortgeschrittene Erkrankung hin.

Diagnose der Parkinson-Krankheit

Die Diagnose der Parkinson-Krankheit ist heute bereits im Anfangsstadium möglich. Ärzte werden hier bereits auf scheinbar harmlose Symptome achten, wie verspannte Muskeln, Beschwerden beim Riechen oder Behinderungen beim Sehen. Auch kürzer werdende Schritte oder eine verkleinerte Handschrift, sowie eine Depression können Anzeichen für die Parkinson-Krankheit sein.

Sollte auf dieser Basis keine Diagnose möglich werden, kann der Dopaminmangel auch mittels spezieller Untersuchungen festgestellt werden.

Therapie bei der Parkinson-Krankheit

Die Erkrankung selbst verläuft von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Glücklich schätzen können sich Patienten, die nur unter milden Symptomen leiden und bei denen die Erkrankung nur langsam fortschreitet. Genauso häufig kommen aber auch sehr starke Symptome und ein schnelles Fortschreiten der Erkrankung vor. Generell gilt, dass die Parkinson-Krankheit nicht heilbar ist.

Allerdings können Medikamente helfen, die Symptome zu mildern, indem sie den Dopaminmangel ausgleichen. Hierfür müssen die Medikamente jedoch bis ans Lebensende streng nach Vorschrift eingenommen werden. Ebenfalls ist eine stetige Anpassung der Dosierung an den aktuellen Krankheitszustand erforderlich. Zu beachten ist, dass die Wirkung, sowie die Dauer selbiger im Laufe der Krankheit nachlassen, weshalb die regelmäßige Erneuerung und Überprüfung der Dosierung notwendig wird.

Mitunter treten beim Einstellen auf die Medikamente Nebenwirkungen auf. Patienten sollten dann in einer spezialisierten Klinik behandelt werden. Nicht selten vergehen allerdings Wochen oder gar Monate, bis die richtige Einstellung gefunden ist. Dabei unterstützt der Klinikaufenthalt mit Physiotherapie, die unkontrollierbaren Bewegungen des Körpers zu beherrschen.

Eine weitere Variante ist der Hirnschrittmacher. Er kommt dann zum Einsatz, wenn die Betroffenen auf die Medikamente gut ansprechen, deren Wirkung jedoch sehr schnell verfliegt. Der Hirnschrittmacher wird von Neurologen eingesetzt. Er besteht aus sehr feinen Elektroden und einem Impulsgeber, der unter dem Schlüsselbein eingepflanzt wird. Durch die schwachen Stromimpulse, die vom Impulsgeber an die Elektroden weiter geleitet werden, können die Nervenzellen gehemmt werden und die Symptome verringern sich.

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