Regividerm B12 Creme: Verschwörungstheorie oder Marketing-Gag

Am vergangenen Montag wurde ein Fernseh-Beitrag ausgestrahlt, der im Internet für wahren Aufruhr sorgte: Es ging dabei um die Regividerm B12 Creme. Die Creme wurde vor mehr als 20 Jahren erfunden und basiert auf einem recht einfachen Rezept, bestehend aus Avocadoöl und Vitamin B12. Obwohl kleinere Testreihen Erfolge der Creme bei Neurodermitis und Psoriasis zeigten, wurde das Produkt bis heute nicht auf den Markt gebracht.

Der Erfinder wollte das Patent zwar mehrfach an die Pharma-Konzerne verkaufen, doch diese wollten die Regividerm B12 Creme nicht herstellen, sondern lediglich die Verbreitung des Medikaments verhindern, wie der Erfinder erklärte. Da er aber sein Produkt verwendet wissen wollte, verkaufte er nicht.

Nun soll die neue Creme gegen Neurodermitis und Psoriasis aber doch auf den Markt kommen, ein kleinerer Pharma-Konzern hat sich bereit erklärt, die Creme herzustellen und mit einer Schweizer Vertriebsfirma in den Handel zu bringen. Ab Mitte November soll die Creme in allen Apotheken erhältlich sein.

Nun stellt sich die Frage, sind die Pharma-Konzerne die Bösen, weil sie das Produkt nicht auf den Markt bringen wollten? Auf Grundlage des Fernseh-Beitrags hieß es, die Pharma-Konzerne hätten sich geweigert, das Produkt herzustellen, da die einfachen Zutaten dazu führten, dass es nur mit geringen Preisen verkauft werden könne. Außerdem bedrohe es die anderen Medikamente. Obwohl die Regividerm B12 Creme kaum Nebenwirkungen hat, im Gegensatz zu Cremes auf Kortison-Basis, sollte die Creme nicht auf den Markt kommen.

Kritiker dagegen sehen den Fernseh-Beitrag nicht als Aufklärung über einen Skandal in der Pharma-Industrie, sondern vielmehr als großen Marketing-Coup. Denn das Thema bewegt die Gemüter und viele Patienten, die unter Neurodermitis oder Psoriasis leiden, haben bereits angekündigt, die Creme zu kaufen. Es dürfte also gerade in der Anfangszeit zu massiven Umsätzen bei der Regividerm B12 Creme kommen, wie die Wirkungen allerdings tatsächlich sind, konnte noch nicht eindeutig bewiesen werden. Denn zugelassen ist die Creme nur als medizinisches Produkt, nicht jedoch als Arzneimittel. Damit müssen auch die Krankenkassen nicht für die Kosten aufkommen, wenngleich diese deutlich niedriger, als bei herkömmlichen Kortison-Salben liegen.

Was meinen Sie dazu, handelt es sich eher um eine Verschwörung der Pharma-Industrie oder um einen Werbe-Gag für die Einführung der Creme?

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