Hörtest für Babys

Bei Neugeborenen werden im Rahmen der Erstuntersuchungen zahlreiche Entwicklungsstörungen untersucht. Bisher gehörte jedoch der Hörtest für Säuglinge nicht dazu. Bereits seit dem 01. Januar 2009 ist dieser jedoch auch eine Pflichtleistung der gesetzlichen Kassen geworden. Die Krankenkassen haben erkannt, dass der Hörtest besonders wichtig ist, um evtl. auftretende, angeborene Hörschäden möglichst früh zu erkennen. Nachdem die Untersuchungen in der Vergangenheit in Oberfranken und der Oberpfalz erfolgreich getestet wurden, soll der Hörtest nun auch bayernweit zu den Standard-Untersuchungen zählen. Alle 32 Kinder- und 139 Geburtskliniken werden mit eingebunden.

Warum ein Hörtest?

Der Hörtest hilft laut Experten angeborene Hörschäden frühzeitig zu erkennen. Dadurch können die Kinder mit einem Hörgerät ausgestattet werden, um später keine Störungen bei der weiteren Entwicklung zu erhalten. Der Hörtest ist deshalb so wichtig, weil es zu massiven Fehlentwilars071cklungen der Sprache kommen kann, wird das verringerte Hörvermögen erst zu spät festgestellt. Deshalb drängen Ärzte und Sprachtherapeuten schon lange darauf, bereits bei Babys einen Hörtest durchzuführen. Denn gerade in den ersten Lebensmonaten entwickelt sich das Gehör.

Der Hörtest wird direkt nach der Geburt durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. Er ist für das Baby völlig schmerzfrei. Es werden einige Elektroden am Kopf des Neugeborenen befestigt, mit denen gemessen wird, ob die akustischen Signale gehört werden. Diese müssen über die Hörnerven an das Gehirn weiter gegeben werden, was bei der Messung eindeutig dargestellt werden kann.

Wer zu Hause entbindet, muss ebenfalls keine Angst um das Hörvermögen des eigenen Kindes haben. Spätestens bei der Vorsorgeuntersuchung U2 wird der Hörtest auch bei diesen Kindern durchgeführt. Wichtig ist er, da in der Vergangenheit bei ein bis drei von 1.000 Kindern eine angeborene Schwerhörigkeit festgestellt wurde. Diese wurde jedoch viel zu spät erkannt, so dass die sprachliche Entwicklung kaum mehr aufgeholt werden konnte.

Foto: © Markus Lehmann / Pixelio

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