Telemedizin gegen den Ärztemangel auf dem Land?

Auf dem Land herrscht nach wie vor massiver Ärztemangel. Immer weniger Ärzte erklären sich bereit, die oft langen Arbeitstage und nicht selten Hausbesuche mit ebenso langen Anfahrtswegen für ein doch eher geringes Gehalt in Kauf zu nehmen. Für Patienten ist das natürlich fatal, müssen sie immer längere Anfahrtswege zu ihrem Hausarzt einplanen. Die Thematik wurde auch auf der Gesundheitsministerkonferenz aufgegriffen.

Die Vorsitzende, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, sprach sich dabei für den Einsatz der Telemedizin aus. Diese sollte vermehrt genutzt werden, da sie einen Ansatz im Kampf gegen den Ärztemangel auf dem Land darstellen soll. Natürlich könne die Telemedizin den Ärztemangel nicht komplett ausgleichen, doch zumindest unterstützend wirken.

Was versteht man unter der Telemedizin?

Bei der Telemedizin kommunizieren Patienten und Ärzte via Webcam miteinander. Zudem können verschiedene medizinische Daten ausgetauscht werden. So könnte etwa der Blutdruck gemessen werden, ohne dafür extra einen Besuch beim Arzt auf sich zu nehmen.

Mit der Telemedizin und E-Health könnte man dem Ärztemangel auf dem Land zumindest ein Stück weit entgegen wirken und die ärztliche Versorgung weiter sicherstellen, ist sich Bätzing-Lichtenthäler sicher.

Gibt es bald ein Gesetz zu E-Health und Telemedizin?

Bätzing-Lichtenthäler will sich auch weiterhin für E-Health und Telemedizin einsetzen, wenngleich sie damit bei einigen Personen auf teils heftige Kritik stößt. Hermann Gröhe, der Bundesgesundheitsminister, plant sogar, im Jahr 2016 ein Gesetz zur Behandlung mit Hilfe des elektronischen Datenaustauschs, sprich E-Health, zu erlassen.

Ärzte und Kassen sind gegen die Einführung der Telemedizin im großen Rahmen. Trotzdem wollen die Gesundheitsminister diese Thematik voranbringen. Sie betonen dabei aber ebenfalls, dass sie nicht in ihren Bemühungen nachlassen wollen, mehr Ärzte aufs Land zu bringen.

One thought on “Telemedizin gegen den Ärztemangel auf dem Land?

  • 29. Januar 2015 at 09:49
    Permalink

    OK, für eine schnelle Analyse des Gesundheitszustandes ist dieses Vorgehen vielleicht in Ordnung. Aber ich finde dass es keine Dauerlösung sein kann. Der direkte Kontakt mit dem Patienten ist ein Muss um eine richtige Diagnose stellen zu können.

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