Erhöhte Blutfettwerte sind zu den Adipositas Folgeerkrankungen zu zählen

Zu den typischen Adipositas Folgeerkrankungen zählen auch erhöhte Blutfettwerte. Die Erkrankung wird im Fachjargon als Dyslipidämie bezeichnet. Unter diesem Oberbegriff werden alle Erkrankungen zusammengefasst, bei denen ein oder mehrere Blutfettwerte erhöht sind. Oft geht die Dyslipidämie einher mit Diabetes mellitus Typ II, der durch das Übergewicht entstanden ist.

Da bei dieser Form der Zuckerkrankheit das Insulin den Zucker im Blut nicht mehr ausreichend stoppen kann, entsteht Diabetes. Gleichzeitig stoppt die fehlende Wirkung des Insulins auch den Fettabbau im Körper. Dadurch reichern sich die Bestandteile des Körperfetts, wie etwa die Triglyceride und das LDL-Cholesterin, im Blut an. Die Arterien können verstopfen und in der Folge kann es zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall kommen.

 

Adipositas Folgeerkrankungen
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Wie wird Dyslipidämie diagnostiziert?

Die Dyslipidämie wird anhand einer Blutuntersuchung diagnostiziert. Diese bestimmt die Werte von LDL- und HDL-Cholesterin, den Triglyceriden und dem Gesamtcholesterin. Werden die im Folgenden genannten Grenzwerte über- oder unterschritten, gilt die Diagnose als gesichert:

  • Gesamtcholesterin max. 5,16 mmol/l bzw. 200 mg/dl Blut
  • LDL-Cholesterin: max. 4,1 mmol/l bzw. 160 mg/dl Blut
  • HDL-Cholesterin: mind. 1,03 mmol/l bzw. 40 mg/dl Blut bei Männern oder 1,16 mmol/l bzw. 45 mg/dl Blut bei Frauen
  • Triglyceride: max. 2,26 mmol/l bzw. 200 mg/dl

 

Wie wird die Dyslipidämie behandelt?

Vor allem diätetische Maßnahmen sind zur Behandlung der Dyslipidämie angezeigt. Ergänzend dazu werden Medikamente verordnet, mit deren Hilfe das LDL-Cholesterin gesenkt werden soll. In der Regel kommen dabei die so genannten Statine zum Einsatz.

Kann man der Dyslipidämie vorbeugen?

Um den erhöhten Blutfettwerten vorzubeugen, sind diätetische Maßnahmen sinnvoll. Allerdings können diese nur den Wert der Triglyceride beeinflussen, nicht aber den Wert des schädlichen LDL-Cholesterins. Die Ernährung sollte cholesterin- und fettarm sein. Außerdem lassen sich die Ernährungsmaßnahmen durch Bewegung und eine Gewichtsreduktion ergänzen.

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