Sexuelle Funktionsstörungen und wie sie entstehen

Sexuelle Funktionsstörungen sind längst keine Seltenheit mehr, obwohl die wenigsten Menschen trotz zunehmender sexueller Offenheit gerne darüber sprechen. Selten sind diese auf rein körperliche Ursachen zurückzuführen. Meist spielen auch psychische Probleme eine nicht zu unterschätzende Rolle dabei. Der massive Leistungsdruck des Alltags, andauernde Unsicherheiten in der Arbeitswelt und vieles mehr können Auslöser der sexuellen Funktionsstörungen sein. Diese treten übrigens bei beiden Geschlechtern auf. Bei Frauen finden sich häufig folgende Funktionsstörungen:

 

  • sexuelles Desinteresse,
  • Erregungsschwierigkeiten und
  • Orgasmusschwierigkeiten.

 

Bei den Herren sind diese Störungen anders gewichtet. Als häufigste Funktionsstörung gilt der vorzeitige Samenerguss, danach folgen das mangelnde sexuelle Interesse und die Erektionsstörungen.

Die Orgasmusstörungen beim Mann

Orgasmusstörungen sind die wichtigsten Probleme bei Männern. Dabei muss allerdings zwischen drei Formen unterschieden werden:

  1. Vorzeitiger Orgasmus
  2. Gehemmter Orgasmus
  3. Ausbleibender Orgasmus

Beim vorzeitigen Orgasmus handelt es sich um eine sehr weit verbreitete Störung. Diese tritt auf, wenn der Mann nicht in der Lage ist, seinen Orgasmus zu steuern. Er kann ihn also nicht aufhalten und der vorzeitige Samenerguss kommt entgegen des Willens des Mannes. Männer, die zu  früh kommen, klagen dabei oft darüber, dass sich der Samenerguss noch während des Vorspiels ergibt oder direkt bei bzw. unmittelbar nach dem Eindringen in die Scheide. Die Ursache dafür soll eine von Haus aus niedrigere Orgasmusschwelle bei den Betroffenen sein.

Allerdings können auch psychische Ursachen dabei eine Rolle spielen, wie zu hohe Erwartungen an den Sex und den Orgasmus. Viele Männer klagen auch über Schuld- und Versagensängste der Partnerin gegenüber. Frauen reagieren auf den vorzeitigen Samenerguss nicht selten mit einem verringerten sexuellen Interesse, so dass der Mann sich noch weiter abgelehnt fühlt und sich in seinem Versagen bestätigt sieht.

Um gegen den vorzeitigen Samenerguss vorzugehen, setzen Männer mitunter auf ein Kondom, um den Orgasmus hinauszuzögern oder versuchen sich gedanklich vom Liebesspiel zu entfernen. Es kann aber auch helfen, eine andere Stellung einzunehmen, hier kann ein wenig Experimentieren sinnvoll sein.

Bleiben diese Maßnahmen erfolglos, so könnte unter Umständen versucht werden, medikamentös gegen den vorzeitigen Samenerguss vorzugehen. Allerdings sollte dies stets nur unter Aufsicht des Arztes erfolgen.

Sexuelles Desinteresse beim Mann

Ebenfalls kann beim Mann sexuelles Desinteresse auftreten. Oftmals ist dieses durch die Partnerschaft als solches bedingt. Nicht selten haben beide Partner Angst davor, für den anderen nicht mehr attraktiv zu sein und ziehen sich daher immer weiter voneinander zurück. Sollte dies der Fall sein, ist eine Sexualtherapie eine Möglichkeit, um die Kommunikation zu verbessern und möglicherweise bestehende Probleme aus der Welt zu schaffen.

Erektionsstörungen beim Mann

Bleiben noch die Erektionsstörungen beim Mann, besser bekannt als erektile Dysfunktion. Dabei haben Männer Probleme damit, eine Erektion zu entwickeln oder entsprechend lange aufrecht zu erhalten. Die Übergänge zwischen der normalen Erektionsfähigkeit und der Erektionsstörung sind dabei fließend. Anfangs kann es sein, dass lediglich eine stärkere Stimulation benötigt wird, um die Erektion aufzubauen. Frauen schätzen dies oft falsch ein und fühlen sich nicht mehr attraktiv genug für den Partner, so dass hier auch zwischenmenschliche Probleme auftreten können.

Ursachen der Erektionsstörungen finden sich im Körper. Mit zunehmendem Alter wird das Glied arteriell nicht mehr so gut mit Blut versorgt. Die Blutgefäße verändern und verengen sich zunehmend. Gründe dafür können Erkrankungen, wie

  • Diabetes,
  • Fettstoffwechselstörungen,
  • Bluthochdruck oder einfach der
  • Tabakkonsum sein.

Ebenfalls können Erektionsstörungen nach operativen Eingriffen auftreten, etwa wenn die Prostata entfernt und Nerven dabei geschädigt wurden. Der Hormonhaushalt kann außerdem zur erektilen Dysfunktion führen. Der Testosteronspiegel sinkt nämlich mit zunehmendem Alter, wobei erste Abfälle bereits ab dem 30. Lebensjahr zu beobachten sind.

In der Regel werden die Erektionsstörungen beim Mann mit Medikamenten behandelt, von denen viele auf dem Markt sind. Aber auch Vakuumpumpen werden eingesetzt oder die Sexualtherapie. Selbst Injektionen in die Schwellkörper sind eine mögliche Behandlungsmethode.

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