ADHS: Diagnose richtig stellen

Die immer häufiger auftretende Erkrankung ADHS zeichnet sich oft durch Unruhe und eine geringe Konzentration aus. Jedoch ist nicht immer ADHS gegeben, wenn Kinder beispielsweise wenig konzentriert sind. Durch die sehr unterschiedlichen Symptome bei ADHS ist eine Diagnose nur schwierig zu stellen, zumal die Symptome in unterschiedlicher Intensität und Häufigkeit auftreten.

Ebenfalls müssen erst einmal andere Ursachen ausgeschlossen werden, für die Hyperaktivität können nämlich auch Anfallsleiden, Tic-Störungen oder Stoffwechselerkrankungen verantwortlich sein. Nur ein Arzt, der bereits viele Erfahrungen mit ADHS-Patienten sammeln konnte, kann eine wirklich gezielte Diagnose stellen.

Für die korrekte Diagnose unterscheiden die Experten in drei große Gruppen der ADHS: Zum Einen die vorwiegend hyperaktive und impulsive Erkrankung. Sie ist gekennzeichnet durch den sprichwörtlichen Zappelphilipp. Zum Anderen gibt es die Form, bei der vor allen Dingen die Aufmerksamkeit gestört wird. Hierbei wird oft von der „Träumsuse“ gesprochen. Diese Form von ADHS kommt deutlich häufiger bei Mädchen zum Vorschein, als bei Jungs. Die dritte Form ist ein Mix aus den beiden vorhergehenden, bei denen Unruhe und geringe Konzentration vorwiegend sind.

Die ersten Schritte zur Diagnose

Um eine Diagnose bei ADHS stellen zu können, sind die Ärzte auch auf Beobachtungen von Eltern und anderen Familienangehörigen angewiesen. Deshalb sollten die Kinder, bei denen ADHS vermutet wird, stets gut beobachtet werden. Ebenfalls sollten die Eltern das Verhalten der Kinder möglichst genau beschreiben. Aktuelle Reaktionen sollten dahingehend überprüft werden, ob ein schwieriges Ereignis dafür verantwortlich sein kann. Der Tod der Großeltern oder andere einschneidende Veränderungen können zeitweise zu ADHS-ähnlichen Symptomen führen.

Ebenfalls sollte beobachtet werden, ob auffälliges Verhalten sich auf bestimmte Wochentage oder Tageszeiten konzentriert. Hier können Betreuer, Erzieher, Lehrer und viele andere Personen, die mit den Kindern zu tun haben, Hilfe leisten.

Die Diagnose

Für die Diagnose müssen verschiedene Dinge betrachtet werden. Es sollten mindestens sechs der typischen ADHS Symptome vorhanden sein. Diese müssen seit wenigstens sechs Monaten gegeben sein. Es darf sich bei den auftretenden Symptomen nicht um alterstypische Entwicklungen handeln und die Symptome müssen in mindestens zwei verschiedenen Lebensumgebungen auftreten. Ist auffälliges Verhalten jeweils nur in der Schule oder daheim zu beobachten, liegt die Vermutung nahe, dass keine ADHS Erkrankung vorliegt.

An erster Stelle wird der Arzt eine Anamnese durchführen. Das heißt, es wird nach der Familiensituation im Allgemeinen gefragt, aber auch nach aufgetretenen Erkrankungen innerhalb der Familie. Besonders der Konsum von Alkohol, Nikotin und Drogen, Erkrankungen und Fehlverhalten in der Schwangerschaft geben hier wichtige Informationen.

Zudem werden klinische Untersuchungen durchgeführt. Sie bringen andere Ursachen als bei ADHS, wie Allergien, Ekzeme, Juckreize, Hör- und Sehstörungen ans Licht. Des Weiteren werden die Kinder, bei denen ein Verdacht auf ADHS besteht, genau beobachtet, mitunter auch mittels Videokamera, deren Aufzeichnungen der Arzt dann auswerten kann. Auch Fragebögen kommen für die Diagnose nicht selten zum Einsatz. Psychologische Untersuchungen werden ebenso durchgeführt. EEG Untersuchungen dagegen können ausschließen, dass ein Anfallsleiden als Ursache für die Unruhe zu nennen ist.

One thought on “ADHS: Diagnose richtig stellen

  • 9. Mai 2010 at 14:41
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    Alles im Leben hat zwei Seiten. Mich hat die zweite Seite immer besonders interessiert. Wenn „ADHS immer häufiger auftritt“, dann bedeutet das keinesfalls nur, dass – wie man das früher noch öfter zu hören bekam – „das Schülermaterial immer schlechter“ würde. Es bedeutet auch, dass die Pädagogen ihre Pädagogik immer noch perfekter verkehrt machen. Darauf weist unter anderem sehr deutlich ihr Krankenstand hin; sie zählen in der Krabnkheitsstaistik zu den kränksten Berufsgruppen. Wie aber sollen unsere Kinder von lauter kranken Lehrern Gesundheit lernen?
    Seit 35 Jahren erforsche ich – was sonst merkwürdigerweise kaum jemand tut – die SUGGESTIVE WIRKUNG der Pädagogik. Da sind Kräfte IM Menschen, enstcheidende Kräfte, die die Pädagogik stur ignoriert und geradezu misshandelt. Als erstes Beispieln nehme ich den BEWUSSTEN Verstand. An ihn wendet sich die Pädagogik exklusiv. Wenn es ein Problem gibt, „erklärt“ sie ihm alles. Hundertmal. Bis der letzte rest von Klarheit vernichtet ist. Allein für den Stand schon – er ist aber nicht allein betroffen – ist das balnke Psychofolter. Er ist nämlich für fast gar nichts zuständig, was die Pädagogik will.
    Die zuständigen Kräfte und Talente „ruhen“ im UNBEWUSSTEN. Das Unbewusste ist einmal aus Gründen,auf die ich hier nicht eingehe, in der Pädagogik tabuisiert worden und dieser Bann ist nie aufgehoben worden. Dieses UNBEWUSSte ist aber die INSTANZ, die alle wichtigen Lebensfunktionen lenkt. Die TALENTE und Kräfte des Unbewussten leisten jeden Tag Schwerstarbeit für uns, doch während wir den Körper und seine Kräfte täglich stärken und pflegen, lassen wir die Kräfte von SEELE & GEIST schlicht verhungern. Noten, Rügen, Ermahnungen, Strafen würgen wir ihnen noch rein, dafür dass sie nicht jeden lebensgefährlichen Schwachsinn, den wir verlangen, sofort ausführen. Im Umgang mit den sensiblen und das Leben entscheidenden Geistes- und Seelenkräften ist unsere Pädagogik ein einziger, zum Himmel schreiender Frevel. Das große Wunder ist wirklich, dass wir dafür nur all die Plagen ALSLERNGELEGENHEIT präsentiert bekommen, die wir in naiver Dummheit und Sturheit ständig selbst provozieren.
    Es gibt sehr viele höchst vernünftige Gründe, in den Unterrichtsvollzugsanstalten, die wir immer noch irreführend „Schule“ nennen, mindestens hyperaktiv zu werden. Es ist mehr als zum Davonlaufen. Unser Unterricht ist doch nichts weiter als eine einzige Konzentrationsstörung. Immer wenn man als Schüler zu sich und in sein Zentrum gelangen möchte, wird man wieder von sich und seiner Mitte weggezwungen, wenn es sein muss mit Drohung und blanker Gewalt. Wir verwechseln da etwas Tödliches: tatsächliche Konzentration und Verschablonisierung.
    Mit der neuen Ich-kann-Schule stelle ich ein Vergleichsmodell für konkrete Problemlösung in den Raum. Ich lasse den bewussten Verstand in Ruhe und kommuniziere freundlich, achtsam und direkt mit den Talenten im Unbewussten. Ich beende den Druck und die üblichen päd. Nötigungen und Erpressungsversuche. Druck KOMPRIMIERT ja die Probleme. Für die LÖSUNG brauche ich das SOG-Prinzip. Sog richtet auf, Sog zieht, mit Sog kannst du punktgenau lenken. Deshalb benutze ich meinem GEIST – auch so ein Fremdwort in der modernen Pädagogik – und lasse mir was einfallen, was ZIEHT. Ich gehe achtsam mit den zuständigen FEINEN Kräften um; die Grobheiten werden beendet. Ich gewinne die Freundschaft der talente, und das hat die weitreichendsten Folgen: „Wenn ich deine Talente BESSER behandle als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir“ sagt der IKS-Satz 2008.
    In der Ich-kann-Schule heißt ADHS darum: „Ach, das heilt schon.“ Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

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