Pflegestufen und Pflegealltag – wie die Finanzlücke schließen?

Das Leben im Alter ist teuer. Nur bei den wenigsten Senioren reicht die Rente aus, um eine bestehende Bedürftigkeit zu bezahlen und selbst, wenn die Krankenkasse eine Pflegestufe bewilligt, reichen die gezahlten Beträge nicht aus, um die anfallenden Kosten zu tragen. Lässt sich die Versorgungslücke überhaupt schließen?

Sicherung fast nur über Vorsorge möglich

Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, ist es für Rentner schwer, die Kostendifferenz zwischen Pflegeleistung durch die Rentenkasse und den tatsächlichen Kosten zu decken. Gerade die Intensivpflege ist kostspielig und wird selten in ihrem gesamten Umfang von den staatlichen Leistungen gedeckt. Dennoch müssen Rentner nicht auf eine vollumfängliche Pflege verzichten. Kann die Familie nicht einstehen, ist es möglich, die Versorgungslücke teilweise durch den Staat decken zu lassen. Wünschen Familien, dass die pflegebedürftigen Senioren zu Hause gepflegt werden, können die Kosten durch Eigenleistungen reduziert werden. Zudem bietet sich die Möglichkeit, sich selbst nach günstigem Pflegepersonal umzusehen. Allerdings sollte beachtet werden, dass der Pflegeumfang bei diesen Möglichkeiten grundsätzlich eingeschränkt wird und sich die Versorgung am Minimum orientiert.

Frühzeitig eingreifen

Sinnvoller, als im Alter auf eine ausreichende Kostendeckung zu hoffen, ist es, frühzeitig eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Fast jede größere Versicherung bietet Pflegetarife an, die im Ernstfall helfen sollen, die Finanzlücke zu schließen. Doch sollten Interessierte nicht auf das erstbeste Angebot zurückgreifen, sondern die einzelnen Angebote miteinander vergleichen. Einige staatlich geförderte Vorsorgemodelle wurden im letzten Jahr negativ bewertet. So stellte die Stiftung Warentest beispielsweise fest, dass die sogenannte Bahr-Pflege keine vollständige Kostendeckung gewährleistet. Zudem sollten Verbraucher darauf achten, welche private Versicherung sie tatsächlich abschließen. Gemeinhin gibt es drei Modelle: die Pflegerentenversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflegetagegeldversicherung. Als sinnvoll erweist sich rein die Pflegekostenversicherung, die die Differenz zwischen den Zahlungen aus der Pflegestufe und den entstehenden Kosten ausgleicht. Gerade bei der Intensivpflege ergeben sich nämlich sonst große Probleme. Für weiteres können Sie sich von der PGS beraten lassen.

Informieren und handeln

Wer das Risiko, im Alter unzureichend versorgt zu werden, umgehen möchte, sollte nach Möglichkeit schon in den frühen Lebensjahren eine gute Zusatzversicherung abschließen. Sinnvoll ist es, direkt zum Ausbildungsstart eine private Pflegeversicherung zu suchen – in diesem Fall belaufen sich die monatlichen Kosten auf einen sehr geringen Betrag, wer hingegen spät mit der Vorsorge beginnt, kann die Versorgungslücke nur mit hohen Beträgen decken.

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