Wissenschaftler forschen nach Impfung für Multiple Sklerose

Vielleicht ist bald ein Durchbruch in der Behandlung von Multipler Sklerose, kurz MS, zu verzeichnen. Wissenschaftler von der Harvard Universität in Boston in den USA und der TU Dresden fanden gemeinsam heraus, dass in einer Kombination eines speziellen Antikörpers und körpereigenen Antigenen die Zerstörung des menschlichen Körpers über das zentrale Nervensystem verhindert werden kann. In der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ wurde die Untersuchung veröffentlicht. Es ist durchaus denkbar, dass es bald eine Impfung gegen MS gibt.

Die so genannten T-Zellen, körpereigene Abwehrzellen, greifen bei MS die isolierende Schicht der Nervenzellen solange an, bis diese zerstört ist. Die daraus resultierenden Symptome sind, dass die Patienten beispielsweise die Kontrolle über ihre Muskeln verlieren.

Damit dieser Vorgang unterbunden werden kann, verwendeten die Forscher kleine Mengen eines bestimmten Antigens, welches der Körper selbst produziert, die Nervenbahnen umgibt und dabei elektrisch isoliert. Damit sie eine Impfung gegen  Multiple Sklerose erzeugen konnten, koppelten sie dieses Antigen an einen speziellen Antikörper und zwar an den anti DEC-205. Aufgrund dessen können T-Zellen beeinflusst werden und sie verschonen die Schutzschicht der Nervenzellen.

Zunächst unternahmen die Wissenschaftler Versuche an Mäusen, ob der neu entwickelte Impfstoff auch Wirkung zeigt. Bei diesen Versuchen stellten sie fest, dass die Mäuse einen langfristigen Schutz vor einer ähnlichen Erkrankung wie der MS erhielten. In weiteren Untersuchungen soll nun festgestellt werden, ob sich dieser Impfstoff eignet, um bereits ausgebrochene Multiple Sklerose zu mildern oder zu heilen.

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