Grillfans aufgepasst: So senken Sie Gefahren beim sommerlichen Grillvergnügen

Sommerzeit ist Grillzeit, ganz klar. Doch in den vergangenen Jahren kam die Grillparty zunehmend in Verruf. Krebserregende Substanzen sollten vom Grillgut ausgehen und so mancher einstige Grillfan hat sich davon beeinflussen lassen und das Grillen deutlich verringert. Wie jetzt aber eine Forschergruppe herausgefunden hat, gibt es einige Tipps, mit denen Sie die Entstehung der giftigen Stoffe zwar nicht vermeiden, aber zumindest drastisch senken können.

Beim Grillen auf schonende Zubereitungsmethoden achten

An der Uni Hohenheim haben Monika Gibis und ihre Kollegen vom Fachgebiet Lebensmittelphysik und Fleischwissenschaft erforscht, wie man die Gesundheitsgefahr beim Grillen reduzieren kann. Ihre Lösung: Sie sollten auf schonende Zubereitungsmethoden achten. In einer Mitteilung der Uni werden folgende Tipps gegeben:

  • Fett darf nicht in die Glut fallen oder sich gar entzünden.
  • Aluschalen können dies sinnvoll verhindern. Ausnahmen gelten bei säurehaltigen Marinaden, da sie mit den Aluschalen reagieren und sich das Aluminium auflösen kann.
  • Gas- und Elektrogrills sollen generell weniger gesundheitsgefährdende Stoffe als der klassische Holzkohlegrill mit sich bringen.
  • Langsame Garzeiten beim Fleisch sorgen ebenfalls für eine Reduzierung der krebserregenden Stoffe. Dies gilt umso mehr, wenn entgegen der Empfehlungen der Holzkohlegrill verwendet wird.  Hier sollten Sie das Fleisch nur kurz heiß angrillen und dann langsam am kühleren Rand des Rostes oder in Alufolie gewickelt fertig garen.
  • Zucker in der Grillmarinade soll die Entstehung krebserregender Stoffe ebenfalls reduzieren.
  • Beim Holzkohlegrill sollte die Kohle gut durchgeglüht sein, bevor Sie mit dem Grillen beginnen. Am besten hat sie bereits eine komplette weiße Ascheschicht gebildet und brennt nicht mehr.
  • Für das Grillen sollten ausschließlich Holzkohle oder –briketts verwendet werden, Holz mit viel Harz oder Papier haben im Grill nichts zu suchen.

Die richtige Grillmarinade ist entscheidend

Wie bereits aus den genannten Tipps zu entnehmen ist, kann auch die Wahl der Marinade dazu beitragen, die Entstehung krebserregender Stoffe einzudämmen. Freie Radikale sind laut Gibis an der Entstehung der schädlichen Stoffe beteiligt. Deren Wirkung könne durch Antioxidantien eingedämmt werden. Deshalb sind Marinaden mit Zwiebeln, Rosmarin- oder Traubenkernextrakten und Knoblauch besonders empfehlenswert. Die Forscher raten sogar zu einer Marinade, die aus Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Ingwer und Cayenne-Pfeffer entsteht. Diese habe im Test am besten abgeschnitten.

One thought on “Grillfans aufgepasst: So senken Sie Gefahren beim sommerlichen Grillvergnügen

  • 26. Juli 2015 at 19:49
    Permalink

    Gute Tipps, dass Zucker in der Marinade die Bildung von krebserregenden Stoffen reduzieren soll wusste ich noch nicht.

    LG

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