Diabetes und Sport – Das widerspricht sich keinesfalls

Auch Diabetiker müssen nicht zwangsläufig auf sportliche Aktivitäten verzichten, was vielfach fälschlicherweise angenommen wird. Wird die körperliche Anstrengung regelmäßig durchgeführt, so ist das gerade für Menschen mit Diabetes Typ 2 vorteilhaft. Gleichermaßen sollten sich Menschen mit Diabetes Typ 1 sportlich betätigen. Natürlich müssen einige Dinge Beachtung finden bei Diabetes und Sport.

Was bei Diabetes und Sport zu beachten ist

Treiben Menschen mit Diabetes Sport oder betätigen sich anderweitig körperlich aktiv, so steigt zwar das Risiko für eine Unter- oder Überzuckerung. Denn wird durch die körperliche Anforderung und Bewegung der Energieverbrauch auf einmal stark erhöht, so geraten dabei

  • der Blutzucker,
  • sein Stoffwechsel und
  • dessen Regulierbarkeit

durcheinander. Doch diese Gefahr kann jeder gut meistern und zwar mit etwas Geduld, Übung und Wissen. Vor allen Dingen die Typ 2 Diabetiker können von diesem Aufwand profitieren und können Einfluss auf den Verlauf ihrer Erkrankung ausüben, wenn sie sich sportlich betätigen und ihre Muskeln in Bewegung bringen.

Die Diabetes Typ 2 Therapie setzt sich aus folgenden drei Säulen zusammen:

  • Ernährungsumstellung
  • Medikamente
  • Sport

Am Anfang eines Diabetes mellitus Typ 2 können Diabetiker mit Sport auf die Medikamenteneinnahme über Jahre hinweg verzichten. Selbst beim Fortschreiten des Diabetes können sie vom Sport profitieren.

Auch zur Vorbeugung von Diabetes Typ 2 tragen sportliche Aktivitäten bei. Denn wer viel Bewegung in seinen Alltag bringt und auf eine gesunde Ernährung achtet, kann das Risiko minimieren, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Sind bereits in der Familie Menschen von diesem Diabetes Typ betroffen, sollte man sich vermehrt sportlich betätigen.

Typ 1 Diabetes und Sport, worauf zu achten ist

Aus Angst vor einer Unterzuckerung und den daraus entstehenden Folgen scheuen sich viele Menschen mit Typ 1 Diabetes vor Sport. Eine echte Herausforderung stellt für diese Diabetiker der Sport dar, denn sie müssen starken Blutzuckerschwankungen vorbeugen. Doch mit der Zeit, etwas Geduld, Übung und dem nötigen Wissen können sie dieses Problem gut meistern und fast jede Sportart steht ihnen dann offen vom

  • Badminton oder Joggen über
  • Basketball und sogar bis hin zum
  • Klettern

können sie sich sportlich betätigen. Die Risiken sollten dabei allerdings nicht außer Acht gelassen werden. So entsteht eine deutliche Steigerung des Energiebedarfs der Muskeln, die aus dem Blut mehr Zucker beanspruchen. Bei Nichtdiabetikern wird der Blutzuckerspiegel vom Körper trotz des erhöhten Bedarfs auf einem gleichbleibenden Level gehalten, es wird einfach weniger Insulin ausgeschüttet. Dieser Mechanismus funktioniert nicht bei Typ 1 Diabetikern, das Insulin wird nicht von der Bauspeicheldrüse zur Verfügung gestellt, dieses Hormon müssen sie sich über eine Spritze holen. Bei zu viel gespritztem Insulin vor sportlichen Aktivitäten, wird durch das Hormon in die Muskeln zu viel Blutzucker transportiert. In diesem Fall kann eine Unterzuckerung entstehen, die sich mit unterschiedlichen Symptomen bemerkbar machen kann, wie unter anderem mit

  • Schweißausbrüchen,
  • Heißhunger,
  • Aggressivität oder sogar mit
  • Krampfanfällen oder
  • Ohnmachtszuständen,

denn genauso sinkt im Gehirn der Blutzuckerspiegel ab.

Bei zu wenig Insulin hingegen ist die Aufnahme von Zucker für die Zelle nicht mehr ausreichend gewährleistet. Die Folge ist ein Energiemangel und zum Ausgleich greift der Körper auf andere Quellen zurück, nämlich auf die Fette. Holt sich der Körper ausschließlich über die Fette seine Energie zurück, wird dabei das Blut übersäuert. Dadurch wiederum kommt es zur Ausschüttung von Stresshormonen, die eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels mit sich bringen und gleichzeitig ist eine weitere Verstärkung des Zuckermangels in den Zellen die Folge. Durch diese entgleiste Blutzuckerregulation kann ein diabetisches Koma eingeleitet werden. Auffälligstes Symptom bei einer Übersäuerung des Blutes ist in der ausgeatmeten Luft der typische Geruch nach Aceton, der nach Nagellack riecht.

Im nächsten Teil zeigen wir, worauf bei Typ 2 Diabetes und Sport zu achten ist und welche Sportarten möglich sind.

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