Laseroperationen am Auge – Der Unterschied zwischen Lasik und PRK

Heute freuen wir uns wieder über einen Gastartikel, dieses Mal von Herrn Martin Kluge, der sich mit der Thematik Laseroperationen am Auge auseinander gesetzt hat.

Es gibt in der Laserbehandlung zwei verschiedene Ansätze, die angewandt werden können, um Fehlsichtigkeit zu behandeln – Lasik und PRK. Welche von beiden infrage kommt, hängt von der genauen Art der Fehlsichtigkeit ab, sind sie jedoch beide möglich, unterscheiden sie sich lediglich in den Kosten, der Regenerationsdauer und nicht zuletzt auch dem Empfinden während des Heilungsverlaufs.

Die Struktur des Auges

Um die Funktionsweise einer Laser Augen OP – ob Lasik oder PRK – zu verstehen, ist es wichtig, ein wenig über die Struktur des Auges oder genauer der Hornhaut zu wissen. Diese besteht aus verschiedenen Schichten, ganz ähnlich wie es bei einer Zwiebel der Fall ist. Die äußeren beiden dieser Schichten besitzen interessanterweise die Fähigkeit, neu zu wachsen oder sich zu regenerieren, während die inneren drei Schichten dies nicht können. Bei einer Laserbehandlung wird dieser Umstand ausgenutzt, indem mit einem hochpräzisen Laser die inneren Schichten manipuliert und umgeformt werden, um den Einfall des Lichtes zu korrigieren. Dadurch wird das Bild vom Gehirn korrekt interpretiert.

Abläufe der Laseroperationen

Der Unterschied zwischen Lasik und PRK besteht darin, dass bei einer Lasik die äußeren beiden Schichten aufgeschnitten und zur Seite geklappt werden. Dann nimmt der Laser die notwendigen Änderungen vor, anschließend werden bei der Lasik die zur Seite geklappten Schichten wieder zurück gefaltet. Aus diesem Grund muss nur der Einschnitt verheilen, was die Dauer der Regeneration bei der Lasik bedeutend verkürzt und die Schmerzen minimiert. Der Nachteil ist jedoch, dass der Einschnitt von einem Arzt vorgenommen werden muss.

Anders ist das Vorgehen bei einer PRK, bei der anders als bei der Lasik, kein manueller Eingriff vorgenommen werden muss. Hier wird der gesamte Vorgang ausschließlich von dem Laser durchgeführt, so dass die Gefahr, die von menschlichem Versagen ausgeht, minimiert wird. Allerdings müssen sich nach der Prozedur die beiden äußeren Schichten wieder komplett regenerieren, weshalb der Heilungsprozess deutlich länger, unangenehmer und auch schmerzvoller verläuft. Er wird in der Regel als ein sehr unerfreulicher Vorgang beschrieben. Die Vorgehensweise bei der PRK ist jedoch erfolgversprechender und auch deutlich risikoarmer, als es bei Lasik der Fall ist.

Dies liegt vor allem an zwei verschiedenen Faktoren – handwerkliche Fehler durch den Chirurgen sind praktisch ausgeschlossen, da das Auge nicht von ihm berührt wird. Darüber hinaus wird zusätzlich zu den Verbänden eine besondere Kontaktlinse eingesetzt, die die Hornhaut vor mechanischen Schäden, aber auch vor dem Eindringen von kleinsten Schmutzpartikeln und Staub schützt.

In den letzten Jahren haben sich die Hochleistungslaser für Lasik und PRK deutlich weiter entwickelt und ermöglichen immer präzisere und genauere Arbeiten. Diese neue Generation ist aber auch mit höheren Kosten verbunden, günstigere Angebote arbeiten in der Regel immer noch mit alten Modellen, die jedoch ähnlich effektiv sind.

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