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ADHS – Was ist das eigentlich?

PICT0018_3ADHS ist eine der häufigsten Krankheiten unserer Zeit. Doch die wenigsten wissen, was darunter zu verstehen ist. Zwar kennt man den Begriff Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, doch so recht kann kaum jemand etwas damit anfangen. Erkannt werden kann ADHS vor allen Dingen an einem unkonzentrierten Kind, das es mit der Ordnung in Kinderzimmer oder Schultasche nicht so genau nimmt, dessen Konzentrationsfähigkeit nachlässt oder das einfach sehr unruhig ist.

Auch wenn die ADHS oftmals von Tagträumen, Unruhe und Unordnung geprägt ist, es müssen nicht alle Symptome auftreten und sie erscheinen nicht immer gleich stark ausgeprägt. Deshalb müssen Eltern besondere Obacht geben, wenn sie den Verdacht auf ADHS bei ihrem Kind hegen. Störungen im Unterricht, schnelle Ablenkbarkeit, unruhig zappelnde Kinder – das können Anzeichen für ADHS sein.

Ebenfalls ist zu beachten, dass zwar im Allgemeinen von einer Erkrankung ausgegangen wird, die ausschließlich Kinder betrifft, doch sind genauso Erwachsene betroffen. Ging man einst davon aus, dass ADHS sich während der Pubertät zurück bildete, weiß man heute, dass sich nur die Symptome ändern. Statt Unruhe prägen sich andere Merkmale, wie Vergesslichkeit und Schusseligkeit aus.

Um ADHS tatsächlich als solches erkennen zu können, sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn nicht jedes unruhige Kind ist von der Krankheit betroffen. Experten betonen ebenfalls, dass ADHS nicht von der Erziehung oder Ernährung abhängig ist. Es ist keine Modeerkrankung, sondern tritt bei entsprechend veranlagten Kindern einfach auf.

Nach Angaben des BMGS, des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung, sind gut eine halbe Million Kinder zwischen sechs und 18 Jahren von ADHS betroffen. Dabei liegen jedoch keine genauen Zahlen vor, sondern es handelt sich nur um Schätzungen. Demnach sind dreimal so viele Jungen betroffen, bei den Mädchen kommt ADHS seltener vor.

Allerdings sollten alle Kinder, bei denen ADHS eindeutig diagnostiziert wurde, entsprechend behandelt werden. Denn ADHS als solches wächst sich nicht aus, es kann auch nicht geheilt werden, lediglich der Umgang mit der Krankheit kann erlernt werden.

Foto: © Stephanie Hofschlaeger / Pixelio

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