Gesund wohnen: Welche Kriterien sind bei der Standortwahl relevant?

Es gibt eine ganze Reihe von Parametern, die Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Viele dieser Faktoren kann der Mensch selbst beeinflussen. Das gilt durchaus nicht nur für eine ausgewogene Ernährung und den Verzicht auf Drogen. Auch das Wohnumfeld bestimmt entscheidend über das Wohlbefinden. Dabei sollten mehrere Kriterien berücksichtigt werden.

 

Punkt 1: Das Klima und das Befinden des Menschen

 

Wer zu Migräne neigt, sollte sich bei der Auswahl von Mietwohnungen, Eigenheimen und Eigentumswohnungen im Neubau nicht im Umfeld der Gebirge umschauen. Insbesondere sollten Regionen gemieden werden, in denen es regelmäßig Föhnwinde gibt. Solche Wettererscheinungen gehören genau wie Gewitter zu den Auslösern von Migräneanfällen.
Menschen mit Rheuma sind in trockenen Regionen mit einem möglichst milden Klima am besten aufgehoben, da sich die Symptome von rheumatischen Erkrankungen bei den meisten Betroffenen bei kühlem und feuchtem Wetter verstärken. Wer unter chronischen Erkrankungen leidet, sollte sich in Deutschland bevorzugt an den Küsten der Nordsee und der Ostsee umschauen. Das maritime Klima mit überdurchschnittlicher Luftfeuchtigkeit wird auch bei Aufenthalten zu therapeutischen Zwecken ausgenutzt.

 

Punkt 2: Das geologische Umfeld des Wohnorts

 

Es gibt einige Großstädte, die mit hoher Luftverschmutzung und einer überdurchschnittlichen Smog-Gefahr kämpfen. Betroffen sind Metropolen in Talkessellagen sowie im Windschatten von Gebirgen. Solche Standorte sollten beispielsweise von Menschen mit Asthma konsequent gemieden werden. Andere Städte sind begünstigt für die häufige Ausbildung von Nebel. Dazu gehören die Metropolen an der Nordsee sowie in höheren Lagen. Solche Bereiche sind ungeeignet für Menschen, die sich schnell eine Erkältung einhandeln. Auch von Rheumatikern sollten diese Regionen im Interesse der Gesundheit besser nicht in die engere Auswahl bei der Suche nach einer neuen Wohnung kommen.

 

Punkt 3: Die Nachbarschaft spielt eine wichtige Rolle

 

Bei der Suche nach einem neuen Lebensmittelpunkt sollte sowohl auf die nähere als auch die weitere Nachbarschaft geachtet werden. Bei der engen Nachbarschaft spielt das Lärmrisiko eine wichtige Rolle. Wer lärmempfindlich ist, sollte sich besser nicht in Häusern mit vielen sehr jungen Mietern und Familien mit mehreren kleinen Kindern niederlassen. Auch das Umfeld von Schulen, Einkaufszentren, Bahnhöfen, Flughäfen sowie stark befahrenen Straßen ist für Menschen mit ausgeprägter Lärmempfindlichkeit nicht zu empfehlen.
Zwar gibt es Fenster mit hohen Werten bei der Schallisolation, die sich beispielsweise durch Rollläden verstärken lässt, aber die künftigen Käufer und Mieter der Wohnungen sollten auch an die Zeiten denken, in denen die Fenster üblicherweise längere Zeit geöffnet werden.

 

Punkt 4: Den Blick auf Straßen und Industrieansiedelungen nicht vergessen!

 

Von Bundesstraßen oder Ortsdurchfahrten mit erheblichem Verkehrsaufkommen gehen neben den Lärmemissionen Geruchsbelästigungen durch die Abgase der Fahrzeuge aus. Mit Geruchsbelästigungen ist auch in der Nachbarschaft von Industriebetrieben zu rechnen, was durchaus nicht nur für die chemische Industrie gilt. In vielen Großstädten ist die Luftqualität trotzdem recht gut. Solche Standorte zeichnen sich durch eine „grüne Lunge“ im Innenstadtbereich aus und besitzen umfangreiche Parks und Stadtwälder. In einigen Städten wird die Luftqualität inzwischen auch durch die gezielte Förderung von begrünten Dächern unterstützt.

 

Punkt 5: Auf Möglichkeiten der Naherholung achten!

 

Aktive Bewegung (möglichst in der freien Natur) ist eine Voraussetzung für eine gute Gesundheit. Auch das wirkt sich auf die Standortwahl bei der Wohnungssuche aus und führt dazu, dass vor allem Stadtrandlagen immer beliebter werden. Innerhalb der Städte werden die Stadtbezirke bevorzugt, die unmittelbar an Naherholungsgebiete angrenzen. Beispiele dafür sind Barleben in Magdeburg, Grünau und Lausen in Leipzig sowie Treptow, Köpenick, Friedrichshagen und Rangsdorf im Südosten von Berlin.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen