Obstkonsum in Deutschland sinkt

Dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung aus reichlich Obst und Gemüse bestehen sollte, ist allgemein bekannt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat mit der Aktion „5 am Tag“ eine der bekanntesten Kampagnen ins Leben gerufen, um den Obst- und Gemüsekonsum zu steigern. Ziel ist es, die Menschen dazu zu bringen, fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu verzehren. Eine Portion entspricht dabei einer Hand voll. Lediglich gelegentlich soll die Portion Obst und Gemüse dabei durch einen Smoothie ersetzt werden, der dann aber aus 100 Prozent Obst und/oder Gemüse bestehen sollte. Gekaufte Smoothies mit entsprechenden Zusätzen, Konservierungsstoffen, Zucker und Co. zählen also nicht.

Was bringt ein erhöhter Obstkonsum?

Durch den verstärkten Verzehr von Obst können zahlreiche gesundheitliche Vorteile realisiert werden. Die wichtigsten Vorteile beim Obst sind:

  • Wichtiger Lieferant von Mineralstoffen, Nährstoffen, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen.
  • Obst ist meist kalorienarm, sättigt aber dennoch gut.
  • Dadurch kann der erhöhte Obstkonsum bei Gewichtsproblemen hilfreich sein, gleichzeitig ist das Obst süß und kann den Heißhunger auf Süßes und Zuckerhaltiges stillen, welches für die Gesundheit und die Linie ungünstig ist.
  • Hoher Obstkonsum kann dabei helfen, Hypertonie, Schlaganfall oder koronare Herzkrankheiten zu vermeiden bzw. ihren Verlauf positiv zu beeinflussen

Teilweise geht man sogar davon aus, dass der erhöhte Obstkonsum das Risiko für bestimmte Krebsarten reduzieren kann, allerdings sind diese Auswirkungen eher geringerer Natur.

Wie hoch ist der Obstkonsum der Deutschen?

Um den Obstkonsum der Deutschen zu erfassen, wurde die GEDA 2014/2015-EHIS Umfrage durchgeführt. Insgesamt wurden 23.947 Personen ab 18 Jahren befragt, darunter 13.104 Frauen und 10.843 Männer. Daraus ergab sich die folgende Gesamtverteilung: 54,2 Prozent der Frauen und 38,1 Prozent der Männer essen täglich Obst. Bei der GEDA 2012 lagen die Quoten mit 69,5 Prozent bei den Frauen und 48 Prozent bei den Männern noch deutlich höher, allerdings wurde die Befragung damals anders durchgeführt.

Große Unterschiede ergaben sich auch hinsichtlich des Alters der Befragten, wie folgende Aufstellung zeigt:

Deutlich wird, dass Frauen generell mehr Obst essen als Männer, dass sich der Obstkonsum aber mit steigendem Alter bei beiden Geschlechtern erhöht. Grund dafür könnte unter anderem der Ruhestand sein, mit dem mehr Zeit für die Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln einhergeht.

Ebenfalls ergaben sich in der aktuellen Umfrage deutliche Unterschiede zwischen den Regionen. In den neuen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt der tägliche Obstkonsum deutlich über dem Bundesdurchschnitt. In Bayern und dem Saarland verzehren die Männer dagegen unterdurchschnittlich viel Obst.

Quelle: RKI

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