Diabetes und Sport – Erhöhte Empfindlichkeit der Zellen für Insulin

Am Anfang der Erkrankung der Typ 2 Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse noch ausreichend Insulin. Jedoch weisen die Zellen gegenüber Insulin eine geringere Empfindlichkeit auf, welches als ein bedeutender Regulator des Zuckerspiegels im Körper tätig ist. Dadurch wird eine geringere Zuckermenge aus dem Blut von den Zellen aufgenommen und es ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel vorhanden.

Um auf Dauer die Insulinempfindlichkeit zu steigern, sollte der Körper regelmäßig trainiert werden. Auf natürliche Weise kann damit sogar ein Beitrag zur langfristigen Senkung des Blutzuckerspiegels geleistet werden. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte bereits nachgewiesen werden, dass ein regelmäßig durchgeführtes Ausdauertraining eine ähnliche Wirkung aufweist, wie Medikamente, mit denen der Blutzuckerspiegel gesenkt wird.

Typ 2 Diabetes und Sport – Welche Sportarten eignen sich?

Die Empfehlung von Experten für Typ 2 Diabetes und Sport bezieht sich auf zwei Trainingsformen und zwar

  • Ausdauer- und
  • Krafttraining.

Bei beiden Trainingsarten kommt es zu einer wesentlichen Empfindlichkeit der Zellen bezüglich Insulin und auch der Blutzuckerspiegel lässt sich damit absenken, sofern einige Punkte beachtet werden.

Zur Senkung des Blutzuckers eignen sich vor allen Dingen Ausdauersportarten, wie beispielsweise

Beim Schwimmen werden nämlich zahlreiche Muskeln des Körpers bewegt. Damit genügend Energie zur Verfügung steht, wird dabei Zucker aus dem Blut aufgenommen. Dadurch entsteht eine Steigerung der Empfindsamkeit der Muskeln gegenüber dem Insulin. Von Vorteil bei diesen beiden Sportarten ist gleichzeitig, dass die Gelenke einer nur geringen Belastung ausgesetzt sind. Gleiches gilt übrigens auch für das Radfahren.

Ebenfalls kann mit Krafttraining eine Senkung des Blutzuckerspiegels erreicht werden. Rudern oder Kampfsport eignen sich hierfür beispielsweise optimal. Zur Verbesserung des Zuckerstoffwechsels kann genauso an Fitnessgeräten trainiert werden, wie unter anderem an

  • Kraftstationen,
  • Crosstrainer oder
  • Rudergerät.

Üben Diabetiker Krafttraining aus, so gilt für sie das Motto: Weniger ist mehr. Wer mit Hanteln trainieren will, sollte nur solche Gewichte auswählen, die problemlos acht bis zehn Mal gestemmt werden können und das drei Mal in Folge. Beim Krafttraining sollte der ganze Körper trainiert werden, also nicht nur die Armmuskeln, sondern genauso die Muskeln der Beine und des Rumpfes.

Diabetes und Sport – Blutzuckerschwankungen sind zu vermeiden

Auch beim Typ 2 Diabetes besteht bei sportlichen Aktivitäten das Risiko einer Blutübersäuerung oder Unterzuckerung. Werden zur Blutzuckersenkung Medikamente eingenommen, so wird vor Trainingsbeginn empfohlen, eine zusätzliche Broteinheit Kohlehydrate aufzunehmen. Hier findet folgende Faustregel Verwendung:

  • ein bis zwei zusätzliche Broteinheiten pro
  • 30 Minuten Bewegung.

Bevor mit einem Training gestartet wird, sollte eine sportmedizinische Untersuchung vorgenommen und die Belastbarkeit getestet werden. Zwar lassen sich Diabetes und Sport durchaus realisieren, doch beim Typ 2 können auch Begleiterkrankungen an Kreislauf und Herz vorherrschen, die bei sportlichen Aktivitäten zu beachten sind. Des Weiteren können Medikamente oder Insulin auch anders eingestellt werden, was mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden muss.

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