Teil 1: Die Therapie bei Krampfadern in den Beinen

Oberste Priorität hat es  bei der Therapie gegen Krampfadern in den Venen, den Blutfluss zu fördern, um somit einen Blutstau zu vermeiden. Mit der Therapie sollen Ödeme eingedämmt, das Gewebe besser versorgt und das Entstehen von Geschwüren vermieden werden. Allgemeine Maßnahmen, die jeder selbst zu Hause durchführen kann, wollen wir hier an dieser Stelle kurz erläutern.

Die Beine sollten stets in Bewegung bleiben, das größte Gift ist das permanente Stehen auf einer Stelle und auch das dauerhafte Sitzen sollte tunlichst vermieden werden, um die Venen nicht zu belasten. Im beruflichen Alltag sollte jede Möglichkeit wahrgenommen werden, um zwischen Gehen, Stehen und Sitzen den perfekten Ausgleich zu erhalten. Beim Sitzen sollten Sie, wenn möglich, die Beine immer wieder hoch lagern. Aber auch im Sitzen bei der Arbeit können Sie mit kreisenden Fußbewegungen die Blutzirkulation in Schwung bringen. Im Bett sollten Sie Ihre Beine leicht erhöht lagern, damit der Rückfluss des Blutes verbessert wird. Ebenfalls können Sie beim täglichen Duschen die Durchblutung mit kalten Beingüssen verbessern. Unbedingt sollten Sie vermeiden, sich extremer Hitze auszusetzen, wie ein Sonnenbad zu genießen oder einen Saunabesuch zu unternehmen.

Wichtige Hilfsmittel bei Krampfadern

Die zwei bekanntesten Hilfsmittel bei Krampfadern sind die Stützstrümpfe und die Kompressionsverbände. Damit können die Beschwerden wenigstens zum Teil gelindert werden.

Stützstrümpfe

Unter anderem werden bei Wasseransammlungen in den Beinen, die leichte bis mittlere Beschwerden verursachen, Stützverbände oder –strümpfe, die auch als Kompressionsstrümpfe bekannt sind, verwendet. Damit werden lediglich die Beschwerden gelindert, jedoch bleiben die Krampfadern vorhanden. Trotzdem wird dies als Therapie zuerst angewendet. Mit den Kompressionsstrümpfen wird auf das Bein ein dosierter Druck ausgeübt, damit die geschwächten Venenwände unterstützt werden. Dadurch wird in den Venen das Blut weniger gestaut und die Klappen können wieder dichter schließen, so können sich bedeutend weniger Wasseransammlungen im Gewebe bilden. Die Strümpfe müssen im Liegen angezogen werden, denn während des Stehens sind bereits ungefähr 500 Milliliter Blut in beiden Beinen sozusagen versackt.

Vom behandelnden Arzt werden je nach Lage und Ausdehnung der Krampfadern Schenkel-, Halbschenkel- Knie- oder Wadenstrümpfe verschrieben. Die Stützstrümpfe werden oftmals nach Maß angefertigt, um so den optimalen Sitz zu gewährleisten. Ein Austausch der Strümpfe sollte etwa nach vier bis sechs Monaten erfolgen. Die Stützstrümpfe sind in die Kompressionsklassen I bis IV unterteilt. Strümpfe der Kompressionsklasse I sind die schwächsten und eignen sich als vorbeugende Maßnahme während der Schwangerschaft oder bei leichten Beschwerden.

Kompressionsverbände

Mit den Kompressionsverbänden wird der Druck im Gewebe erhöht und die Wasseransammlungen können somit ausgeschwemmt werden. Dadurch werden die Venen wieder schlanker und ein besseres Schließen der Venenklappen wird damit erreicht.

Nach einer Venenoperation sind die Kompressionsverbände in den ersten Tagen sehr hilfreich. Ebenfalls zeigen sie gute Wirkungen bei ausgeprägten, akuten Schwellungen. Jedoch sind sie dauerhaft weniger zu empfehlen, hier sollte wieder auf die gut angepassten Stützstrümpfe zurückgegriffen werden.

Im nächsten Teil werden wir Ihnen weitere Therapien bei Krampfadern in den Beinen vorstellen.

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