Eine weitere Möglichkeit der Behandlung von Depressionen ist in der Familien- und Paartherapie zu sehen. Hierbei gilt als Ausgangspunkt der, dass jeder Mensch über soziale Beziehungen verfügt, etwa in der Familie oder Partnerschaft. Die Familie wird als System angesehen, in dem es zu Störungen kommen kann, wodurch wiederum eine Depression ausgelöst werden kann. Ziel der Familien- und Paartherapie ist es nun, diese Störungen zu eliminieren. Diese können in zu hohen Erwartungshaltungen ebenso bedingt sein, wie auch in fehlender Kommunikation.
Obwohl die Familien- und Paartherapie im direkten Vergleich mit der Behandlung der Depression durch Antidepressiva schlechter abschneidet, kann sie einige Punkte doch besser als andere Therapien behandeln. Grundsätzlich geht man ohnehin davon aus, dass eine Depression ohne die Unterstützung durch Familie und Partner nicht vollständig ausheilen kann oder zumindest deutlich länger bis zur Heilung benötigt. weiterlesen… »
Eine andere Möglichkeit, der Depression im Rahmen einer Psychotherapie entgegen zu wirken, besteht in der Depressionsbehandlung nach Lewinsohn. Hierbei geht es darum, dass die Depression durch das Wegbrechen positiver Aspekte im eigenen Leben entstanden ist. Das kann der Verlust des Arbeitsplatzes ebenso wie der Verlust des Partners sein. In einer Gruppensitzung wird den Patienten zunächst verdeutlicht, dass die Depression auf eben diesem Verlust beruht und dass es aufgrund der tiefen Traurigkeit verhindert wird, anderweitig Bestätigung von außen zu erhalten.
Der zweite Schritt der Depressionsbehandlung nach Lewinsohn besteht darin, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich die Betroffenen bei einem richtigen Verhalten selbst belohnen, bei einem falschen Verhalten selbst bestrafen können. Als Instrumente in diesem Bereich können Tagebücher angewendet werden, die geführt werden oder auch Malereien, die erstellt werden. weiterlesen… »
Die interpersonelle Psychotherapie wurde von Klerman und Weissmann entwickelt. Dabei handelt es sich um eine weitere Form der Therapie, die gegen Depressionen eingesetzt wird. Als Grundlage gilt die Annahme, dass Personen, die depressiv sind, Probleme im zwischenmenschlichen Bereich haben. Häufig kann auch ein Verlust einer wichtigen Bezugsperson nicht richtig verarbeitet werden. Hinzu kommt die Unfähigkeit, Probleme im zwischenmenschlichen Bereich zu lösen, wodurch die Depression noch zusätzlich verstärkt wird.
Innerhalb der interpersonellen Psychotherapie soll der Patient lernen, besser mit anderen Menschen umzugehen. Dabei kommt es vorrangig darauf an, dass die eigene Lebenssituation analysiert wird. Der richtige Umgang mit anderen Menschen wird erlernt, wobei großer Wert darauf gelegt wird, die Persönlichkeit des Patienten nicht zu verändern. Die Therapie selbst wird jeweils dem individuellen Einzelfall angepasst, so dass sie sehr persönlich ist. weiterlesen… »
britta,
5.03.2010, 09:44 | Abgelegt unter: Allgemein,Depressionen | RSS 2.0 | TB | Tags: Depression, Depressionen, Gesundheit, interpersonelle Psychotherapie, Selbstbewusstsein, Selbstzweifel, soziale Kontakte, Trauerarbeit, Vereinsamung | Keine Kommentare
Wer sich ständig gestresst fühlt, wird mit Sicherheit viele Aufgaben gleichzeitig übernehmen und dabei unter stetem Zeitdruck stehen. Dann können verschiedene Entspannungsmethoden sichtbar helfen. Eine der Entspannungsmethoden ist das Autogene Training, das zu den bekanntesten Methoden für eine tiefe Entspannung zählt. Bereits 1932 wurde das Autogene Training von J. H. Schultz entwickelt, er war nicht nur Internist, sondern auch Dermatologe und Psychiater. Die Grundlage seiner Idee bildete das angenehme Schweregefühl, das am Morgen, direkt nach dem Aufwachen, besteht. Wenn dieses Gefühl zu jeder Zeit selbst herbeigeführt werden könne, dann bedeute dies Entspannung, so Schultz.
Das Wort „Autogen“ steht dabei für selbständig, so dass man sich selbst in einen Zustand der inneren Ruhe und Entspannung bringen kann. Allerdings bedarf es hierfür einiger Übung. Insbesondere zu Beginn der Übungen sollte viel Zeit und Geduld mitgebracht werden. Ebenfalls ist es wichtig, vor dem Erlernen des Autogenen Trainings Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Personen, die unter niedrigem Blutdruck leiden, könnten durch das Training einen noch geringeren Blutdruck erhalten. weiterlesen… »
Die kognitive Therapie zählt in den Bereich der Verhaltenstherapien. Sie wurde von Aaron T. Beck entwickelt und findet normalerweise in Gruppen- und Einzelgesprächen statt. Es geht dabei darum, die Denkweise der von einer Depression betroffenen Personen zu ändern. Sie können häufig nur noch negative Dinge sehen und negativ denken. In der kognitiven Verhaltenstherapie soll nun ein positives Denken erlernt werden. Auch wenn viele Menschen glauben, dass es einfach ausreichen würde, zu sagen, dass der Betroffene positiv denken soll, ist dies nicht so einfach umzusetzen.
Im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie wird nun versucht, dem Betroffenen seine negative Sichtweise der Dinge darzustellen und ihm die Chance zu geben, diese fehlerhafte Denkweise zu überdenken und zu revidieren. Dabei helfen Protokolle, in denen betroffene Personen schriftlich festhalten, welche negativen Erlebnisse ihren Tag geprägt haben. Auch die Gedanken und Gefühle, die sie dabei erlebt haben, werden niedergeschrieben.
In Gruppen- und Einzelgesprächen wird dann auf diese niedergeschriebenen Gedanken und Gefühle eingegangen. Es wird gezeigt, dass es auch eine positive Wendung geben kann. Haben die Betroffenen dies erkannt, können sie auch lernen, diese positive Denkweise in Stresssituationen zu übernehmen. Hierfür werden spezielle, alltägliche Situationen in der Therapie nachgestellt und sollen so helfen, das Erlernte zu trainieren. Bis zum Erfolg der kognitiven Verhaltenstherapie vergehen in der Regel 20 bis 45 Sitzungen.
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