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Archiv: Februar 2010

Gespräche als Therapie der Depression

Depressive Menschen leiden unter massiven Seelenqualen. Ihr größter Wunsch ist es oft, offen und ehrlich über diese Pein sprechen zu können, doch im Familien- und Freundeskreis stoßen sie oft auf Ablehnung, sie werden als verrückt, dumm oder wertlos abgestempelt und ziehen sich deshalb zurück.

Bei einem Gespräch mit dem Psychiater, dem Hausarzt oder in einer Beratungsstelle erhalten sie dagegen oftmals einen Zuhörer, der sie tatsächlich versteht und sich ihrer Probleme annimmt. Dadurch kann das erste Gespräch über die Probleme, die einen belasten, mitunter schon eine kleine Therapie sein.

Ärzte versuchen, an die Patienten heranzukommen, indem sie eine positive Atmosphäre schaffen. Diese soll Vertrauen und Stabilität signalisieren und wirkt mitunter schon sehr gut. Allerdings ist das Gespräch alleine noch keine Chance für die Heilung. Es dient oft als Grundlage für die richtige Diagnose und die Auswahl geeigneter Behandlungsformen. Aus diesem Grund sollten depressive Personen zumindest mit dem Arzt ihres Vertrauens sehr offen sprechen, sich ihm anvertrauen und natürlich alle Probleme offen legen. Nur so kann der Arzt die richtige Diagnose stellen.

Foto: © Joujou / Pixelio

Psychotherapie bei Depressionen

Neben der Pharmokotherapie bei Depressionen kommt auch die Psychotherapie nach wie vor zum Einsatz. Hierbei geht man davon aus, dass Medikamente alleine nicht helfen können, eine Depression vollständig auszuheilen. Vielmehr sind auch die psychischen Aspekte zu beachten. Dabei betonen die Psychotherapeuten auch gerne, dass sie keine Synapsen vor sich haben, sondern einen erkrankten Menschen, der menschliche Hilfe benötigt.

Die Psychotherapie wird häufig ergänzend zu oder nach dem Absetzen der Medikamente eingesetzt. Welche Form der Psychotherapie dabei am ehesten angewendet werden sollte, ist natürlich wieder abhängig vom Verlauf der Erkrankung und dem Patienten selbst. Des Weiteren spielt die Erfahrung des behandelnden Arztes mit Depressionen eine wichtige Rolle. weiterlesen… »

Therapie der Depression mit Beruhigungsmitteln

Ebenfalls kommen bei der Therapie der Depression Beruhigungs- und Schlafmittel zum Einsatz. Sie werden häufig auch als Tranquilizer oder Sedativa bezeichnet. Die Beruhigungsmittel greifen jedoch nicht in den Stoffwechsel im Gehirn ein, der für die Depression mit verantwortlich ist. Somit helfen sie nicht gegen die eigentliche Erkrankung, sondern bestenfalls gegen die Symptome. Typischerweise werden sie bei innerer Unruhe und Angstzuständen verabreicht.

Besonders häufig kommen hierbei die so genannten Benzodiazepine zum Einsatz. Sie helfen insbesondere zu Beginn der Einnahme, indem sie die Angstgefühle bekämpfen. Bei depressiven Personen, die suizidgefährdet sind, können sie die Gefahr eines Suizidversuchs sogar deutlich senken. Allerdings sind die Benzodiazepine auch mit massiven Nebenwirkungen verbunden. weiterlesen… »

Langzeittherapie der Depression mit Stimmungsstabilisatoren

Die medikamentöse Langzeittherapie bei Depressionen wird häufig in Begleitung von Stimmungsstabilisatoren eingesetzt. Dabei zählt Lithium zu den bekanntesten Stabilisatoren. Es wird bereits seit 1949 zur Behandlung der Depression verwendet und man konnte bisher gute Erfahrungen damit machen.

Lithium wird dabei als Salz verabreicht, wobei verschiedene Dosierungen und Formen möglich sind. Je nachdem, welche davon verwendet wird, treten unterschiedliche Wirkungen auf. Aufgrund der biochemischen Effekte kann eine Vielzahl der Vorgänge im menschlichen Gehirn gesteuert werden. Welcher Bestandteil nun genau für die antidepressive Wirkung verantwortlich ist, ist aber bisher unklar.

Vor der Verschreibung der Lithiumsalze ist eine gründliche Untersuchung der Patienten vorzunehmen. So verhindern beispielsweise Herz- und Nierenkrankheiten höhere Dosierungen der Salze. Auch die Dosierung selbst ist alles andere als einfach, da zwischen einem zu viel und einem zu wenig nur ein geringer Abstand liegt. Außerdem kann eine Überdosierung sogar zu Vergiftungserscheinungen führen. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass der Konsum von Kaffee oder Koffein im Allgemeinen zu einem veränderten Ausscheiden der Salze führen kann. Der Arzt sollte über veränderte Gewohnheiten während der Therapie also unverzüglich informiert werden. weiterlesen… »

Medikamentöse Langzeittherapie bei Depressionen möglich

Wird eine Depression therapiert, kommen zumeist verschiedene Medikamente, wie die MAO-Hemmer, die SSRI oder die TZA zum Einsatz. Nach einigen Wochen bis Monaten sollte die Depression damit gut in den Griff bekommen werden. Allerdings gibt es Personen, die sehr anfällig für erneute depressive Phasen sind. In diesem Fall kommt es oft zu einer Langzeittherapie, die sich über ein bis fünf Jahre erstreckt. Sie unterscheidet sich von der üblichen und häufig durchgeführten Erhaltungstherapie.

Die Erhaltungstherapie wird bei depressiven Patienten eingesetzt, bei denen eine geringe Gefahr für einen Rückfall besteht. Sie dauert etwa sechs Monate an, danach können die Medikamente abgesetzt werden. weiterlesen… »

Therapie der Depression mit MAO-Hemmern

MAO-Hemmer sind eine weitere Möglichkeit, die Depression zu therapieren. Hierbei handelt es sich um Medikamente, die ein Enzym blockieren, welches für den Abbau monoaminer Botenstoffe verantwortlich ist. Die MAO-Hemmer wirken außerdem so, dass sie den Antrieb der Patienten deutlich steigern. Allerdings haben MAO-Hemmer massive Nebenwirkungen, weshalb diese Medikamente ausschließlich in Kliniken unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden. Zudem werden sie nur eingesetzt, wenn die Therapie der Depression mit anderen Medikamenten keine Wirkung hatte.

Werden MAO-Hemmer verschrieben, müssen die Patienten eine äußerst strenge Diät einhalten. Nicht nur Nebenwirkungen, wie Bluthochdruck, werden durch MAO-Hemmer verursacht, sondern genauso greifen diese in den Stoffwechsel ein. Deshalb müssen die Patienten auf viele Käse- und Fischarten, auf Bananen oder Sauerkraut verzichten. Die Diät muss nicht nur während der Einnahme der MAO-Hemmer strikt eingehalten werden, sondern auch nach deren Absetzen. Sie können nämlich noch Tage nach dem Absetzen auf den Stoffwechsel einwirken. weiterlesen… »

Therapie der Depression mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern

Die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer werden oft auch nur als SSRI bezeichnet. Sie zählen zur modernen Form der Antidepressiva. Im Gegensatz zu anderen Wiederaufnahmehemmern wirken die SSRI auf spezielle Botenstoffe, nicht auf sämtliche. Dadurch kommt es zu geringeren Nebenwirkungen. Die hauptsächliche Aufgabe der SSRI besteht darin, die Zellen zu hindern, abgegebenes Serotonin wieder aufzunehmen. Zusätzlich wirken die Tabletten angstlösend, weshalb sie besonders bei leichten bis mittleren Depressionen verabreicht werden.

Sie weisen dabei eine ähnlich hohe Wirksamkeit auf, wie auch die TZA, die trizyklischen Antidepressiva. Allerdings sind die Nebenwirkungen, wie die übliche Gewichtszunahme dabei nicht ganz so stark ausgeprägt. Des Weiteren werden die SSRI sogar bei Personen eingesetzt, die unter alterstypischen Krankheiten leiden, wie etwa dem Grünen Star oder der vergrößerten Prostata.

Dennoch kommen auch die SSRI nicht ganz ohne Nebenwirkungen aus. Sie äußern sich in Schlaflosigkeit und einer vermehrten Aggressivität. Ebenfalls kann es mitunter zu Appetitmangel kommen. Einige Experten glauben auch, dass die Gefahr eines Suizids zu Beginn der Behandlung erhöht ist, doch dieser Punkt ist bis dato noch deutlich umstritten.

Oftmals in den SSRI enthalten ist der Wirkstoff Fluoxetin. Dieser kann bei Patienten, die unter der Zuckerkrankheit leiden, zu einer Unterzuckerung führen. Aus diesem Grund sollte der Blutzuckerspiegel vom Arzt genau kontrolliert werden.

Foto: © Andreas Morlok / Pixelio

Therapie der Depression mit trizyklischen Antidepressiva

Die Therapie einer Depression erfolgt besonders häufig mit entsprechenden Medikamenten. Dabei kommen beispielsweise die trizyklischen Antidepressiva zum Einsatz. Sie werden kurz auch als TZA bezeichnet und stellen die ältesten Wirkstoffe bei Depressionen dar.

Bereits in den 1950er Jahren begann die Geschichte der TZA. Damals war Imipramin der älteste Wirkstoff, der überhaupt gegen Depressionen eingesetzt wurde. Die Bezeichnung trizyklisch leitet sich dabei vom chemischen Aufbau der Medikamente ab. So kommen verschiedene Moleküle zum Einsatz, die aus insgesamt drei Ringen bestehen.

Die Wirkungsweise ist so gestaltet, dass es vorrangig darum geht, die erneute Aufnahme der Botenstoffe in den absendenden Zellen zu verhindern. Die trizyklischen Antidepressiva sollen die Stimmung der Patienten aufhellen und Angstzustände lindern. Ebenfalls können sie die Unruhe des Patienten lindern und sollen für einen verbesserten Antrieb selbiger sorgen. weiterlesen… »

Therapie der Depression: Wirkungsweise der Medikamente

Die verschiedenen Medikamente, die bei der Therapieform der Pharmakotherapie eingesetzt werden, können auch auf unterschiedliche Weise wirken. Bei einer Variante der Medikamente wirken diese so, dass die betreffenden Nervenbotenstoffe von der Senderzelle nicht wieder aufgenommen werden können. Sie bleiben somit im Nervenspalt und können dort ihre Aufgaben erledigen. Im Fachjargon werden diese Medikamente auch als Wiederaufnahme-Hemmer bezeichnet.

Die zweite Variante besteht darin, dass ein Enzym blockiert wird. Dieses Enzym sorgt im Normalfall für den Abbau des Nervenbotenstoffs, wenn dieser von einer Zelle zur anderen übertragen wird. Durch die Verringerung des natürlichen Abbaus der Stoffe wird gewährleistet, dass ausreichend Nervenbotenstoffe übrig bleiben, um die Vorgänge im Gehirn zu steuern. Diese Medikamentengruppe wird deshalb auch als MAO bezeichnet. Das Ganze steht als Kürzel für Monoaminooxidase-Hemmer. weiterlesen… »

Therapie der Depression: Die Pharmakotherapie

Die Pharmakotherapie ist eine der am häufigsten eingesetzten Therapien vor allem bei schweren Depressionen. Hierbei werden Medikamente eingesetzt, die die Vorgänge im Gehirn steuern sollen. Wie wir wissen, werden die Signale im Gehirn elektrisch ausgelöst, dafür müssen verschiedene Botenstoffe zur Verfügung stehen. Die bekanntesten sind Noradrenalin und Serotonin. Die Medikamente, auch bekannt als Antidepressiva, die bei der Behandlung von Depressionen zum Einsatz kommen, sollen eben diese Botenstoffe beeinflussen, indem sie deren natürliches Gleichgewicht wiederherstellen.

Dabei sind sich die Ärzte einig, dass Antidepressiva nicht abhängig machen, werden sie unter ärztlicher Aufsicht eingenommen. Ebenso wenig sollen sie laut Angaben der Experten die Persönlichkeit der Betroffenen verändern. Allerdings kann es zu Nebenwirkungen kommen, die im Einzelfall genau abgewogen werden müssen. weiterlesen… »

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