Zwar ist nach wie vor nicht zu 100 Prozent geklärt, welche Ursachen eine Depression auslösen, allerdings gibt es mittlerweile einige Studien, die aufzeigen, dass es durchaus eine Vererbbarkeit bzw. ein vererbbares erhöhtes Risiko für Depressionen gibt. Hierfür wurden zum Beispiel Zwillingsstudien durchgeführt. Diese zeigten, dass bei Auftreten einer Depression bei den eineiigen Zwillingen in 60 Prozent der Fälle beide Zwillinge erkrankten. Bei zweieiigen Zwillingen waren es dagegen nur 15 Prozent. Die Studien wurden auch bei Zwillingen durchgeführt, die getrennt voneinander leben, sind also recht aussagekräftig.
Ebenfalls ergab sich ein um 55 Prozent erhöhtes Risiko, an einer Depression zu erkranken, wenn beide Elternteile depressiv waren. Je mehr Familienmitglieder in ihrem Leben schon einmal unter einer Depression litten, umso höher war das Risiko, dass auch die Kinder an dieser erkrankten. Dabei war es typisch, dass bei vermehrt auftretenden manischen Depressionen auch vermehrt diese Form der Depression auftrat. Bei den Zwillingsstudien wurde hingegen eher die Major Depression untersucht. weiterlesen… »
britta,
30.01.2010, 09:26 | Abgelegt unter: Allgemein,Depressionen | RSS 2.0 | TB | Tags: Depression, Depressionen, Gene, Gesundheit, Major Depression, manische Depression, Veranlagung, Vererbbarkeit, Zwillinge | Keine Kommentare
Spätestens dann, wenn man einmal mit erlebt hat, wie ein nahe stehender Mensch an einer Depression erkrankt ist, regt sich natürlich auch die Frage, wodurch Depressionen verursacht werden. Klar ist dabei bisher nicht allzu viel, nur eines ist sicher: Der Botenstoff Serotonin, der im Gehirn für die Übertragung von Signalen zwischen den Nervenzellen verantwortlich ist, ist nur in geringer Ausprägung bei Depressiven zu finden. Auch eine Überaktivität von Stresshormonen kann für den Ausbruch einer Depression verantwortlich sein.
Ebenfalls gibt es verschiedene Theorien, die sich jeweils auf die biologischen bzw. auf die psychologischen Zusammenhänge beziehen. Wahrscheinlich ist aber, dass nicht nur ein Faktor entscheidende Ursache für die Entstehung von Depressionen ist, sondern vielmehr mehrere Faktoren ursächlich für selbige sind. weiterlesen… »
britta,
28.01.2010, 09:36 | Abgelegt unter: Allgemein,Depressionen | RSS 2.0 | TB | Tags: Botenstoff, Depression, Depressionen, erblich, Gen, Gesundheit, Nervenzellen, Serotonin, Wochenbettdepression | Keine Kommentare
Depressionen gehören heute zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. Alleine die zahlreichen unterschiedlichen Formen der Depression zeugen aber bereits von der Schwierigkeit der Diagnose. Hinzu kommen oft Symptome, die nicht sofort mit einer Depression in Verbindung gebracht werden. Zunächst gehen die meisten Menschen zum Arzt, weil sie unter Appetitlosigkeit, Schlafmangel, Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen leiden. Eine depressive und traurige Grundstimmung ist dagegen nur in den seltensten Fällen gegeben.
Die Ärzte wissen oft nicht, wie sie reagieren sollen und verschreiben häufig Medikamente, die die Symptome der Depression bekämpfen sollen. Die Depression als solches wird aber oft nicht erkannt. Hierfür müssten Ärzte zunächst alle körperlichen Ursachen für die Entstehung der Symptome ausschließen und gründlich hinterfragen, woran das Auftreten der Symptome liegen könnte. Erst wenn dieses Zuhören und Hinterfragen durch den Arzt erfolgt, besteht eine verbesserte Chance, die Depression zu diagnostizieren und die geeignete Therapie einzuleiten. weiterlesen… »
Bis in die 1980er Jahre hinein hieß es von den anerkannten Medizinern, dass kleine Kinder grundsätzlich keine schweren Depressionen ausprägen könnten. Doch spätestens seitdem die ADHS als seelische Erkrankung, die insbesondere bei Kindern einen schweren Verlauf nimmt, bekannt wurde, sind seelische Erkrankungen im Allgemeinen bei Kindern nicht mehr ausgeschlossen. Experten befürchten sogar, dass etwa drei bis zehn Prozent aller Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren bereits unter einer Depression gelitten haben oder diese aktuell noch durchleben. Selbst bei den Kindern unter zwölf Jahren gehen die Experten von 0,3 bis 2,5 Prozent betroffener Kinder aus.
Für Eltern, Lehrer, Erzieher und Ärzte ist die Depression im Kindesalter oft noch schwieriger zu erkennen, als im Erwachsenenalter. Denn allzu oft klagen die Kinder über Bauchweh und Kopfschmerzen, über Müdigkeit und Übelkeit. Die seelischen Symptome werden häufig nicht wahrgenommen. Dabei sind diese besonders stark ausgeprägt. weiterlesen… »
Die Parkinson-Krankheit gehört zu den Leiden, die im Gehirn beginnen. Sie zeichnet sich durch steife Muskeln und heftiges Zittern ebenso aus, wie durch unkontrollierte Zuckungen, einen monotonen Gesichtsausdruck und vieles mehr. Durch diese Symptome verlieren die betroffenen Patienten an Lebenslust, häufig stellt sich auch eine Depression ein, die wiederum sogar als eines der ersten Anzeichen für die Parkinson-Krankheit gilt. Allerdings wurde dies erst in den letzten Jahren bekannt.
Die Parkinson-Krankheit selbst ist mittlerweile recht gut erforscht. So wissen die Experten, dass sie im Gehirn beginnt, und zwar in der schwarzen Substanz, die unter Medizinern auch als Substantia nigra bekannt ist. In dieser Region des Hirns wird unter anderem Dopamin hergestellt, ein Botenstoff, der bei Patienten, die an der Parkinson-Krankheit leiden, nicht ausreichend hergestellt wird. Dopamin ist dabei für die Kontrolle der Aktivität der Nervenzellen verantwortlich. Durch den fehlenden Botenstoff können die Nervenzellen nicht mehr kontrolliert werden, ebenso wie Körperbewegungen. Allerdings deuten diese, die als typisches Anzeichen der Parkinson-Krankheit gelten, auf eine bereits fortgeschrittene Erkrankung hin. weiterlesen… »
Verfallen ältere Menschen in eine Depression, so werden oftmals Medikamente dagegen verschrieben. Es kann jedoch auch eine Verhaltenstherapie stattfinden, die in der Vergangenheit bereits erste Erfolge mit sich brachte.
Zunächst einmal müssen die Ursachen für die depressive Verstimmung gefunden werden. Oft fühlen sich ältere Menschen nicht mehr gebraucht, sie kommen mit den vermehrt auftretenden Krankheiten nicht klar und sehen sich immer wieder mit dem Tod naher Angehöriger konfrontiert. All dies belastet sie, sie ziehen sich immer mehr zurück, verlassen oft nicht einmal mehr das Haus. In einem solchen Fall sprechen Experten von der „Depressions-Spirale“. Sie kann meist nur mit medikamentöser Behandlung durchbrochen werden.
Forscher aus Tübingen versuchen allerdings derzeit, eine Verhaltenstherapie zu entwickeln. Bei dieser sollen sich die betroffenen Personen einmal pro Woche treffen. Die Therapie ist auf drei Monate ausgelegt. Während der Therapie werden die eignen Stimmungen und Gefühle niedergeschrieben, ebenso wie Erlebnisse im Alltag und die Tätigkeiten, welche verrichtet werden sollen und welche der Erholung dienen. Diese Pläne sollen als Grundlage für das spätere Leben, nach der Therapie dienen. Sie sollen helfen, zu erkennen, dass der Alltag auch ohne den Partner oder die Kinder aktiv gestaltet werden kann. weiterlesen… »
Gerade im Alter tritt häufig eine Demenz auf. In 60 Prozent der Fälle einer Demenz liegt die Alzheimer-Demenz, im Volksmund einfach als Alzheimer bekannt, vor. Deshalb muss zunächst einmal die Ursache der Demenz erkannt werden. Diese kann nämlich auch durch die Einnahme von Medikamenten oder den Missbrauch von Drogen und Alkohol auftreten. Durch einen Wechsel der Medikamente oder einen Entzug können Demenzkranke dann geheilt werden. Auch Durchblutungsstörungen im Gehirn oder Erkrankungen am zentralen Nervensystem können die Ursache für eine Demenz sein, die behandelt werden kann. Erst wenn diese Ursachen ausgeschlossen werden können, liegt tatsächlich die Alzheimer-Krankheit vor.
Verlauf der Alzheimer-Demenz
Oftmals verläuft die Erkrankung an Alzheimer sehr schleichend. So ergeben sich oft sehr leichte Symptome, wie Kopfschmerzen, geringe Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen. Diese Symptome halten nicht selten über Jahre hinweg an und verschlimmern sich stetig. Dann kommt es im Laufe der Zeit dazu, dass die Betroffenen vermehrt Dinge vergessen. Anfänglich sind es Kleinigkeiten, wie beispielsweise das Vergessen des Ablageplatzes des Handys oder des Kammes. Anderen wird dies gar nicht bewusst, der Betroffene selbst merkt jedoch, dass seine Leistungen und Fähigkeiten nachlassen. weiterlesen… »
Zunehmend treten depressive Verstimmungen im Alter auf, so meint man zumindest. Allerdings handelt es sich im Alter meist nicht um eine Echte Depression, sondern um leichtere Formen, die auch als altersbedingte Depressionen bezeichnet werden. Nicht selten sind diese Formen der Depression auf die typischen Alterserkrankungen, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Demenz, auf Arthrose, Parkinson oder Alzheimer zurückzuführen.
Derzeit geht man davon aus, dass zehn bis 25 Prozent der älteren Personen von einer depressiven Verstimmung betroffen sind. Allerdings zeigen sie zwar die Symptome einer Depression, dürfen jedoch nicht mit der Echten Depression verwechselt werden. Ebenfalls werden diese altersbedingten Depressionen häufig als leichtere Form der Depression angesehen. Dennoch sollten sie nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Ein Arzt sollte stets die Depression im Auge behalten und behandeln, um den Wandel in eine starke Depression zu verhindern. weiterlesen… »
Die Wechseljahre oder auch das Klimakterium stellen für jede Frau im besten Alter eine massive Umstellung dar. Langsam geht der Vorrat der befruchtungsfähigen Eizellen zur Neige, die Folge ist eine verringerte Bildung von Östrogen und Progestoron. Diese beiden Hormone sind für die Steuerung des Zyklus verantwortlich. Werden sie nicht mehr gebildet, bleibt die monatliche Regelblutung aus.
Doch nicht nur die Wechseljahre an sich, das Ausbleiben der Regelblutung oder deren Unregelmäßigkeit sind für die Frauen belastend. Ebenso stellen sich körperliche Probleme ein. So wird das Gewebe im Intimbereich trockener, so dass es zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen kann oder es treten vermehrt Ausfluss und Juckreiz auf. Auch Entzündungen entstehen nicht selten. Indirekte Folgen der Hormonumstellung sind die bekannten Hitzewallungen und eine leichte Reizbarkeit. Aber auch depressive Verstimmungen bilden sich oftmals in der Menopause oder der Premenopause, also wenn der monatliche Zyklus zwar noch erfolgt, allerdings in unregelmäßigen Abständen. weiterlesen… »
britta,
14.01.2010, 09:01 | Abgelegt unter: Allgemein,Depressionen | RSS 2.0 | TB | Tags: Depression, Depressionen, depressive Verstimmung, Gesundheit, Gynäkologe, Hormonumstellung, Klimakterium, Regelblutung, Wechseljahre, Zyklus | Keine Kommentare
Eine weitere Form der Depression, die von den Lebensumständen abhängt, ist die so genannte Wochenbettdepression, die auch als Babyblues bezeichnet wird. Zwar ist das Problem längst bekannt und auch in den Geburtsvorbereitungskursen werden werdende Mütter und Väter darauf vorbereitet, dennoch will niemand wahr haben, dass so etwas auch ihn selbst treffen kann. Dabei sind jedoch insgesamt zehn bis 20 Prozent der Entbindenden von der Wochenbettdepression betroffen.
Diese Form der Depression wird gekennzeichnet durch eine Überforderung. Die Schwangerschaft hat an den Kräften gezehrt, die Geburt ebenfalls. Hinzu kommt die Sorge darüber, ob das Kind gesund ist und wie man den Alltag mit dem Baby bewältigen soll. All dies kann zu einer ernsten Depression führen.
In den meisten Fällen vergeht die Wochenbettdepression sehr schnell wieder. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, bei denen sie mehrere Wochen, Monate oder gar Jahre andauern kann. Im schlimmsten Fall überträgt sich die Wochenbettdepression sogar auf das Kind. Deshalb ist es wichtig, diese Form der Depression so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Frauen, die nach der Geburt unter Angstzuständen, Überförderung, Konzentrationsschwächen und einem allgemeinen Erschöpfungszustand leiden, sollten sich ärztliche Hilfe suchen. Typisch für die Wochenbettdepression ist auch, dass sich diese nicht unmittelbar nach der Geburt, sondern erst einige Wochen später einstellt. Hier sollte ebenfalls unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt werden, damit die Depression bekämpft werden und das Kind keinen Schaden davon tragen kann.
Foto: © SI-MedienGestaltung – I. Scharfschwerdt, TRIER / Pixelio
britta,
12.01.2010, 09:03 | Abgelegt unter: Allgemein,Depressionen | RSS 2.0 | TB | Tags: Baby, Babyblues, Depression, Depressionen, Geburt, Gesundheit, Schwangerschaft, Wochenbettdepression | Keine Kommentare