Mangel- oder Fehlernährung im Alter

Bereits seit Jahrzehnten ist immer wieder zu hören, dass sich die Senioren falsch ernähren und dass das der Auslöser für viele Krankheiten im Alter ist. Laut einer Untersuchung der Universität Witten/Herdecke tritt eine Mangel-oder Fehlernährung besonders bei Senioren auf, die an Demenz leiden. Sie vergessen öfters einmal, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen und sollten daher besonders unterstützt werden. Ebenfalls sind Diabetiker und Menschen, die an Erkrankungen des Bewegungsapparates leiden, davon betroffen.

Ursachen für eine unzureichende Ernährung

Die Mangel- oder Fehlernährung kann viele Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist, dass sich ältere Menschen nicht mehr so viel bewegen, was wiederum zur Folge hat, dass sie weniger Kalorien verbrennen und somit an Appetitlosigkeit leiden. Die fehlende Bewegung an der frischen Luft ist dabei ganz entscheidend. Unbekannte Speisen essen sie gar nicht, diese lehnen viele Senioren kategorisch ab. Ein weiterer Grund für eine unzureichende Ernährung ist der Verlust des Partners und daraus folgende Traurigkeit.

Mit zunehmendem Alter verändert sich außerdem das Geschmacksempfinden, sie verspüren nicht mehr den angenehmen Genuss von einem frischen Salat oder Vollkornbrot. Die Süßigkeiten werden intensiver wahr genommen, da kommt auf den Speiseplan eher ein Milchreis statt selbst zubereitetes Gemüse oder Rohkost.

Ebenfalls werden kauintensive Nahrungsmittel gemieden, da es häufig zu Kau- und Schluckbeschwerden im Alter kommt. Bedingt kann das durch schlecht angepasste Zahnprothesen oder Zahnschmerzen sein. Genauso können organische oder motorische Störungen auftreten.

Pflegeheime reagieren auf eine Mangel- oder Fehlernährung

Immer mehr Pflegeheime arbeiten heute mit Ernährungsspezialisten und Diätassistenten zusammen, die Konzepte für die Ernährung der Bewohner zusammen stellen. Dafür werden seniorengerechte Speisen zubereitet, die auf jeden Bewohner individuell abgestimmt werden.

Die Pflege zu Hause

Viele pflegebedürftige Senioren leben zu Hause bei ihren Familien und werden von diesen gepflegt. Hierbei sollte natürlich auch einer falschen Ernährung vorgebeugt werden. Bei der Zubereitung der Gerichte sollten die Vorlieben berücksichtigt werden. Bei Schluckbeschwerden können einige Speisen genauso in pürierter Form zubereitet werden.

Bei Senioren, die an Demenz leiden, sollte auf Motivation beim Essen gesetzt werden. So können Gerichte geboten werden, die die Patienten vor ihrer Erkrankung sehr gern gegessen haben. Ebenso sollten außerhalb der Essenszeiten kleine gesunde Leckereien bereit stehen, die die Senioren zwischendurch essen können. Aber auch die Bewegung an der frischen Luft und das gesellschaftliche Leben sollten im Tagesablauf mit einbezogen werden.

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